mini|hochkant|Wappen der Schwarte im Wappenbuch des Westfälischen Adels mini|hochkant|Wappen der Schwarte (Variante) im Wappenbuch des Westfälischen Adels Schwarte oder von der Schwarten (auch Swarte, Schwarze, Schwarz o. ä.; lat. niger) ist der Name eines erloschenen westfälischen Patrizier- und Adelsgeschlechts.
Die Familie ist zu unterscheiden von dem schwedisch-deutschen Patrizier- und Briefadelsgeschlecht Schwartz, dem lippischen Uradelsgeschlecht Schwartz und dem Münsteraner Patrizier- und Adelsgeschlecht Swarte.
Geschichte Das Geschlecht stammt aus Dortmund.Spießen (1901–1903), S. 116. Dort stellte es im 13. und 14. Jahrhundert mehrere Ratsherren und mindestens einen Bürgermeister. Bereits 1230 erscheint der Dortmunder Senator/Ratsherr Alardus Niger, der mit dem Doppelsparrenwappen siegelte. Es folgten 1271–1289 der Dortmunder Ratsherr Theodericus Niger sowie 1278 ein Henricus Niger. Auch Tidemann Schwarte der Alte und Tidemann Schwarte der Junge waren 1343 Senatoren in Dortmund, ebenso wie 1378–1390 Nicolaus Schwarte. Albert Schwarte wird 1389 während der Belagerung der Stadt Dortmund erwähnt; 1392 war er Dortmunder Bürgermeister.Fahne (1858), S. 361.
1403 wurde dem Tidemann Swarte, Sohn von Nicolaus Swarte, vom Rat der Stadt Dortmund die Turnierfähigkeit, d. h. die Ritterbürtigkeit bescheinigt.
1429 verkauften zwei Dortmunder Ratsherren öffentlich eine Rente aus 6 Morgen Land, das dem Claus Swarte gehörte, da dieser 50 Rheinische Gulden aus der Stadtkasse empfangen, aber nicht bestimmungsgemäß verwendet hatte. Tydeman Swarte zu Dortmund besiegelte 1453 einen Schiedsspruch. 1459 kauften die Eheleute Claus Schwarte, Tidemanns Sohn, und Elske Sudermann, Tochter des bereits verstorbenen Hilbrand Sudermann, von der Stadt Dortmund die Kockelkemühle. 1569 wird erneut ein Tideman Schwarze erwähnt. 1603 kaufte Catharina Schmidthaus, Witwe des Tidemann Schwarte, eine Rente.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, W 151u / Sammlung Westfälische Familien (z.T. Dep.) / Urkunden, Nr. 1719, abgerufen am 12. Februar 2026.
Wappen Blasonierung: In Silber zwei schwarze Sparren übereinander, begleitet von drei (2:1) schwarzen Mohrenköpfen. Auf dem Helm mit schwarz-silbernen Helmdecken eine schwarz gekleidete gestümmelte Mohrenpuppe.
Eine Wappenvariante, die z. B. 1417 von Tidemann Swarte, Pastor zu St. Reinoldi, geführt wurde, zeigt in Rot einen schrägrechten silbernen mit drei schwarzen Mohrenköpfen beladenen Balken. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ebenfalls eine schwarz gekleidete gestümmelte Mohrenpuppe.
Literatur Anton Fahne: Geschichte der Westphälischen Geschlechter unter besonderer Berücksichtigung ihrer Uebersiedelung nach Preußen, Curland und Liefland, mit fast 1200 Wappen und mehr als 1300 Familien, Köln 1858, S. 361 (Google Bücher). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 116 (hhu.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 291 (hhu.de).
Einzelnachweise
Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht