Die Fuldaer Straße 70 ist ein denkmalgeschütztes Mietshaus in der Nordvorstadt von Weimar. Sie befindet sich in dem Abschnitt zwischen Pfeifferstraße und Brahmsstraße. Die Nummern 72 und 74 sind in ihrer Bauweise analog zu ihr.
Geschichte Zu seiner Bauzeit hieß die Fuldaer Straße Lassenstraße.Gitta Günther, Rainer Wagner: Weimar. Straßennamen. RhinoVerlag, Ilmenau 2012, S. 63. ISBN 978-3-939399-49-0 Dieses Mietshaus im südlichen Abschnitt weist die Merkmale der Reformarchitektur des 20. Jahrhunderts auf. Es entstand so wie seine Nachbargebäude nach dem Ersten Weltkrieg. Genauere Angaben zur Entstehungszeit liegen nicht vor. Der Eingang in das Haus erfolgt über die Nordseite über eine zweistufige Werksteintreppe. Der Sockel des verputzten dreigeschossigen Gebäudes ist travertinverkleidet. In der Mitte der straßenseitigen Fassade, die wie die Giebelseiten lediglich mit horizontalen Putzbändern verziert ist, befindet sich ein flach ausgearbeiteter eckiger Erker. In den Obergeschosses geben die vertikalen Putzbänder den Gliederungsrahmen vor. Das Mansarddach besitzt in der Mittelachse ein Zwerchhaus, flankiert von zwei kleineren Dachgauben. Die Fenster im Zwerchhaus ist entsprechend der Fensterstellung des Erkers angeordnet. Sie haben jedoch keine Putzbänderung Bemerkenswert sind die Giebelseiten mit zwei Fensterreihen im Dachgeschoss, die von den darunterliegenden Geschossen durch rote Dachziegel deutlich abgesetzt sind. Es ist vollständig unterkellert.
Das Gebäude ist nicht als Einzelobjekt in die Denkmalliste Weimars eingetragen, sondern als Teil des Denkmalensembles Südwestliche Stadterweiterung, der sich zwischen der Erfurter Straße und der Schwanseestraße erstreckt.Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile. E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 732.Denkmalliste Thüringen (Suchmaske)
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Kategorie:Wohngebäude in Weimar Kategorie:Kulturdenkmal in Weimar