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Die Bahnstrecke Rákospalota-Újpest–Vác ist eingleisige, elektrifizierte Normalspurbahn nördlich der ungarischen Hauptstadt Budapest.

Geschichte Die Bahnstrecke Rákospalota-Újpest–Veresegyház–Vác sollte gemeinsam mit der Bahnstrecke Veresegyház–Gödöllő die nördlichen Vororte von Budapest besser an die Innenstadt anbinden. Die Inbetriebnahme erfolgte am 2. September 1911 im Abschnitt Rákospalota-Újpest–Veresegyház sowie Veresegyház–Gödöllő, am 4. Oktober 1911 zwischen Veresegyház und Vác durch die Lokalbahngesellschaft Vác–Budapest–Veresegyház–Gödöllő Helyi Érdekű Villamos Vasút (VBG; „Elektrische Lokalbahn Vác–Budapest–Veresegyház–Gödöllő“).

Beide Bahnstrecken waren von Anfang an elektrifiziert, zunächst mit 10 kV, Hz Wechselspannung (ab 1940 Hz). Die eingesetzten elektrischen Triebwagen waren in den Ringhoffer-Werken in Prag hergestellt worden. In Rákospalota-Újpest war ein Umstieg in Richtung Innenstadt notwendig, da die Züge in einem separaten Endbahnhof neben dem Empfangsgebäude hielten; die Strecke wurde mit einem Kreuzungsbauwerk über die Staatsbahngleise hinweggeführt.

Durch Beschädigungen während des Zweiten Weltkrieges und wegen des nur für die elektrischen Triebwagen ausgelegten und somit für andere Eisenbahnfahrzeuge unpassenden Lichtraumprofils wurde die Oberleitung nach Kriegsende gänzlich abgebaut. Auch eine Integration der Strecke in das Budapester Vorortbahn-System BHÉV fand nicht statt. Das Kreuzungsbauwerk in Rákospalota-Újpest wurde abgerissen und die Züge verkehrten fortan mit Dampflokomotiven bespannt auch direkt zum innenstädtischen Bahnhof Budapest-Nyugati.

Während die Bahnstrecke Veresegyház–Gödöllő 1970 wegen des schlechten Gleiszustandes stillgelegt wurde, gewann der Abschnitt Vácrátót–Vác mit der Erbauung der Bahnstrecke Galgamácsa–Vácrátót im Jahr 1951 an Bedeutung als Umgehungsbahn für den Güterverkehr. Gemeinsam mit der Bahnstrecke Galgamácsa–Vácrátót wurde er 1985 wieder elektrifiziert, nun mit der bei der ungarischen Staatsbahn Magyar Államvasutak üblichen Wechselspannung von 25 kV, 50 Hz. Am 23. Februar 1999 wurde auch auf dem restlichen Abschnitt zwischen Rákospalota-Újpest und Vácrátót wieder der elektrische Betrieb aufgenommen und Elektrotriebzüge der MÁV-Baureihe BDVmot eingesetzt.

Streckenbeschreibung mini|links|Triebzug im Bahnhof Fót (2020) Die Strecke zweigt im Bahnhof Rákospalota-Újpest aus der Bahnstrecke Bratislava–Budapest ab und verläuft vom XV. Budapester Bezirk über Fót bis Veresegyház in nordöstlicher Richtung, dann nach Norden bis Őrbottyán und von dort in nordwestlicher Richtung bis Vác, wo sie wieder in die Bahnstrecke Bratislava–Budapest einmündet. Der Abschnitt Vácrátót–Vác setzt die Kilometrierung der Bahnstrecke Galgamácsa–Vácrátót fort.

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 60 km/h, ab Vácrátót 80 km/h. Die Strecke ist nicht mit einem Zugbeeinflussungssystem ausgerüstet.

Betrieb Auf der Strecke verkehren stündlich Nahverkehrszüge als Linie S71 Budapest-Nyugati–Vác, die in der Hauptverkehrszeit mit der Linie G71 auf zwei Zugfahrten pro Stunde ergänzt werden. Eingesetzt werden Elektrotriebzüge vom Typ Stadler Flirt und BVmot.

Weblinks

Bilder der Betriebsstellen auf vasutallomasok.hu

Einzelnachweise

Kategorie:Bahnstrecke in Ungarn Kategorie:Schienenverkehr (Budapest) Bahnstrecke RakospalotaUjpestVac Bahnstrecke RakospalotaUjpestVac Bahnstrecke RakospalotaUjpestVac