mini|hochkant|Wappen derer von Schwarte im Wappenbuch des Westfälischen Adels Schwartz oder Schwartz von/zu Braunenbruch (auch Schwarte, Swarte, Schwarze bzw. Brunnenbroke o. ä.) ist der Name eines erloschenen westfälischen Uradelsgeschlechts.
Die Familie ist zu unterscheiden von dem schwedisch-deutschen Adelsgeschlecht Schwartz, dem Dortmunder Patrizier- und Adelsgeschlecht Schwarte und dem Münsteraner Patrizier- und Adelsgeschlecht Swarte.
Geschichte Das Geschlecht gehörte zu den Uradelsgeschlechtern der Grafschaft Lippe. Alrad Niger wird 1246 und 1254 unter den Leuten des Edelherrn Bernhard III. von Lippe († um 1265) erwähnt.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, B 604u / Kloster Hardehausen / Urkunden, Nr. 61, abgerufen am 14. Februar 2026.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, B 214u / Kloster Marienfeld / Urkunden, Nr. 127, abgerufen am 14. Februar 2026. Schon 1279 saß das Geschlecht zu Scherfede, heute ein Stadtteil von Warburg im Kreis Höxter. Später hatte es einen Erbburgmannsitz zu Detmold und einen Burgmannsitz zu Egestorf bei Calenberg. 1700 saß es ferner zu Alvesen in der Grafschaft Hoya.Kneschke (1868), S. 387 f. Auch stellte es Burgmänner zu RhedaSpießen (1901–1903), S. 116. und Lübbecke.Ledebur (1858), S. 421.
mini|hochkant|Gut Braunenbruch, Herrenhaus 1348 gestattete der lippisches Landesherr Otto zur Lippe dem Burgmann Alrad der Schwarze den Bau einer Festung am Weiler Odermissen. 1443 wurde das Haus Brunenbroke an der Lechthope (= Knochenbach (Werre)) genannt. Heute hat es den Namen Gut Braunenbruch.Lippische Regesten, Nr. 2017 Dieses Haus blieb bis zum Aussterben des Geschlechts 1715 in Familienbesitz. Danach fiel es an die Herren von Schele.
Zur Familie gehörte auch der münstersche Generalleutnant Hermann Gottfried von Schwartz († 1710).
Wappen Blasonierung: In Gold eine schwarze Rose. Auf dem schwarz-golden bewulsteten Helm mit schwarz-goldenen Helmdecken ein offener goldener Flug, jeder Flügel mit der Rose belegt.
Literatur Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 8: Saackhen, Wailckhl v. Saackhen – Steinhauer zu Bulgarn. Leipzig 1868, S. 387 f. (Google Bücher). Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 2: L–S, Berlin 1856, S. 421 (digitale-sammlungen.de). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 116 (hhu.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 291 (hhu.de).
Einzelnachweise
Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht