Cochranella euknemos ist eine Froschart aus der Familie der Glasfrösche. Die Art wird als „Least Concern“ eingestuft und kommt in Costa Rica, Panama und Kolumbien vor.

Beschreibung Männchen erreichen 21–25 mm, Weibchen 25–32 mm Körperlänge (SVL). Die Art besitzt Vomerzähne, ein langes, stumpfen Schnauzenprofil und eine deutliche fleischige Fransenbildung an Armen und Beinen. Die Oberseite ist blaugrün mit gelblich‑weißen Tuberkeln, die Unterseite blass gelb‑weiß und teilweise transparent. Weitere Merkmale umfassen eine rundliche Kopfkontur, transparente Membranen, ein rundes Tympanum, breite Fingerendglieder und vollständige Zehenhäute. Der Glasfrosch ist an der Oberfläche mit vielen gelb-weißen bis leuchtend gelben Flecken besetzt.

Vorkommen Die Art kommt in Costa Rica, Panama und westlichen Regionen Kolumbiens vor. Das Verbreitungsgebiet reicht von 90 bis 1.650 m ü. NN. In Kolumbien werden sogar Höhen bis 1.940 m genannt. Der Lebensraum umfasst feuchte Tiefland‑, Vorgebirgs‑ und Bergwälder sowie Waldgebiete entlang von Bächen.

Lebensweise Die Art lebt in Büschen und Bäumen entlang bewaldeter Bäche. Männchen rufen während der Regenzeit von August bis Oktober am Typusfundort. Die Rufe bestehen aus ein bis drei unmusikalischen, schnell wiederholten Lauten („creep, creep, creep“). Die Larven entwickeln sich in Bächen; Kaulquappen besitzen lange Schwänze und sind blass gefärbt.

Fortpflanzung Eigelege werden an Blattspitzen über fließenden Gewässern abgelegt. Die Eier hängen in gallertigen Massen und wurden bis zum Kaulquappenstadium (24 mm) aufgezogen. In Costa Rica rufen Männchen zwischen Mai und November.

Forschungsgeschichte Die Art wurde 1967 von Savage und Starrett beschrieben. Einige kolumbianische Nachweise wurden später Cochranella mache zugeordnet oder gelten als unsicher. Die Art gilt in Costa Rica als selten und wurde dort lange nicht mehr nachgewiesen; neue Subpopulationen wurden 2011 entdeckt, zuletzt 2013 beobachtet.

Gefährdung Laut der Weltnaturschutzunion (IUCN) wird Cochranella euknemos als nicht gefährdet (Least Concern) eingestuft. In Panama ist sie durch Lebensraumverlust bedroht, und Chytridiomykose könnte ein Problem darstellen. In Costa Rica ist die Ursache des Rückgangs unbekannt. Die Art kommt in Schutzgebieten aller drei Länder vor.

Einzelnachweise

Literatur Savage, J.M. und Starrett, P.H. (1967). A new fringe-limbed tree-frog (family Centrolenidae) from lower Central America. Copeia, 1967 (3), S. 604–609 doi:10.2307/1442239

Kategorie:Glasfrösche Kategorie:Centrolenidae