mini|Ein Birdcage aus dem Jahr 1961 Der Maserati Birdcage 75th ist ein Konzeptfahrzeug, das von einem Pininfarina-Designteam um Lowie Vermeersch, Jason Castriota (Äußeres) und Giuseppe Randazzo (Innenraum) unter der Leitung von Ken Okuyama gestaltet und entwickelt wurde. Das Fahrzeug wurde zuerst auf dem Genfer Auto-Salon 2005 gezeigt. Benannt wurde es in Erinnerung an den Rennsportwagen Maserati Tipo 61 „Birdcage“ der 1960er Jahre und zu Pininfarinas 75. Jubiläum. Der Birdcage 75th ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von Maserati, Pininfarina und Motorola, um ihre technische Leistungsfähigkeit zu zeigen. Der Sportwagen wurde in nur zwei Monaten fertig, nach einer schnellen Arbeits-Design-Phase unter Zuhilfename von 3D-Renderings.

Chassis Der Birdcage 75th wurde auf dem Carbon-fiber-Chassis eines Maserati-MC12-GT1-Rennwagens aufgebaut und hat viele Teile, insbesondere den Motor, von diesem. Der Birdcage 75th wird von einem Ferrari/Maserati F140-Zwölfzylinder-V-Motor des MC12 und des Ferrari Enzo angetrieben. Der Motor hat einen untypischen Zylinderbankwinkel von 65 Grad und ist in der Fahrzeugmitte eingebaut. Seine Leistung wird auf 515 kW (700 PS) geschätzt.

Design mini|Heckseitenansicht Das Äußere des Wagens ist wie von Ken Okuyama vorgegeben glattflächig, der Innenraum hat einen angedeuteten Rohrrahmen ähnlich dem Birdcage-Rennsportwagen. Der Wagen hat eine durchsichtige Motorabdeckung, durch die der Motor zu sehen ist. Das Birdcage-Design, besonders die Kabinenhaube, war inspiriert vom Ferrari-Modulo-Konzeptfahrzeug, und den Birdcage-Rennsportwagen, die für ihre hervorstehenden Radhäuser, ungewöhnlich niedrige Karosserielinie und große, aber stark geneigte Frontscheiben bekannt waren. Das Auto hat einen von Motorola gestalteten Bluetooth-Kopfhörer für Mobiltelefone und verschiedene Kameras, so dass der Fahrer „[seine/ihre] Fahrerfahrungen mit anderen teilen“ kann.

Karosserie mini|300px|Birdcage 75. mit geöffneter Kabinenhaube (canopy) Die Karosserie wurde von Pininfarina zur Feier des 75. Unternehmensjubiläums gestaltet. Das Äußere besteht aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff und hat einen Diffusor am Heck sowie zwei Spoiler, die automatisch bei entsprechender Geschwindigkeit ausfahren. Die Windschutzscheibe wurde aus Perspex (PMMA) gefertigt und verläuft von der Front bis fast zum Ende des Fahrzeugs. Das Design wurde wegen der tiefen Fahrerposition nötig – wenn die Scheibe weiter oben endete, würde der Fahrer die vor ihm liegende Straße nicht sehen. Die tiefe Nase vorn ist charakterisiert durch den großen Kühlergrill mit dem Dreizack-Emblem; schlanke LED-Scheinwerfer umschließen zwei Eingänge und einen Frontdiffusor („Splitter“) unter dem einzigen tiefen Lufteinlass. Hinten führt die durchsichtige Motorabdeckung den Glashaus-Effekt der Windschutzscheibe fort und erlaubt einen Blick auf den als Mittelmotor eingebauten V12-Motor. Die von hinten ins Dach einbezogene Lufthutze verbessert die Kühlung; Lufteinlässe an den Seitenteilen sind nicht nötig. Das dunkle Plexiglas der Hutze wird zum Ende des Fahrzeugs hin schmäler und verläuft in das Gehäuse zweier zentral übereinander angeordneter Auspuffenden. Links und rechts von der Auspuffblende liegen zwei lange, schmale LED-Heckleuchten. Eine große Öffnung unten im hinteren Stoßfänger verbessert die Aerodynamik. Die vorn 21 Zoll und hinten 22 Zoll großen Räder wurden extra für das Fahrzeug entworfen.

Der Birdcage hat keine Türen; stattdessen wird die Kabinenhaube (englisch vehicle canopy/bubble canopy) in etwa wie beim Bond Bug oder den Konzeptfahrzeugen Ferrari Modulo und Saab Aero-X mit dem vorderen Oberteil der Karosserie hochgeklappt. Eine Klimaanlage oder eine andere Möglichkeit, das Fahrzeugklima zu regeln, hat das einzige Demonstrationsmodell nicht.

Innenraum mini|links|Innenraum Der Innenraum wurde mit Motorola, Pininfarinas damaligem technischen Partner, gestaltet. Die Sitze mit Bezügen aus blauem Velourleder mit Dreipunktsicherheitsgurten waren in das Chassis eingebaut. Der Mitteltunnel hat einen Schalthebel aus Metall und einige Kontrollschalter für verschiedene Funktionen des Fahrzeugs. Der Innenraum hat ein Head-up-Display (HUD), das auf eine klare Anzeige projiziert, die in der Mitte des Armaturenbretts ausfährt. Sie zeigt Informationen, die gewöhnlich auf Instrumenten der Armaturentafel erscheinen, einschließlich Drehzahlmesser und Tachometer. Zudem wird ein digitales Bild von Maseratis traditioneller Analoguhr projiziert. Das Lenkrad hat eine in der Mitte angebrachte Kontrolleinheit, ähnlich einem Mobiltelefon. Ein Rohrrahmen, der eine Instrumententafel mit einem Display trägt, erinnert an die Birdcage-Rennwagen der 1960er Jahre. Der Rahmen trägt auch das zweite HUD-Display. Der Wagen ist mit (Rückblick-)kameras anstelle von konventionellen Außenspiegeln ausgestattet.

Auszeichnungen Der Birdcage 75th gewann die folgenden Preise: Louis Vuitton Classic Concept Award (2006) Best Concept of the Geneva Motor Show (2005) L’automobile più bella del mondo (2005)

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Einzelnachweise

Kategorie:Sportwagen kategorie:Coupé