Der Pate von St. Petersburg ist eine Filmdokumentation von Johannes Müller und Florian Huber aus dem Jahr 2025. Die ZDF-Produktion über den Aufstieg des russischen Präsidenten Wladimir Putin wurde in der ZDF Mediathek in drei Folgen veröffentlicht und im linearen Fernsehen in einem Stück auf dem Sendeplatz von Terra X History ausgestrahlt.
Inhalt Die Filme beschreiben Stationen aus dem Leben von Wladimir Putin von seiner Zeit als Assistent des Bürgermeisters von St. Petersburg bis zu seiner Ernennung zum russischen Präsidenten. Dabei berichten persönliche Bekannte, Zeitzeugen und Experten über viele Details aus seinem Leben und Hintergründe. Gezeigt werden auch historische Filmausschnitte, wie zum Beispiel eine Auszeichnung durch den Stasi-Minister Erich Mielke 1988 in der DDR.
Produktion Nach Aussage der Filmemacher sprachen viele ihrer Interviewpartner erstmals mit ausländischen Journalisten, mit dem Motiv, dass der wahre Charakter von Putin und seinem Regime an die Öffentlichkeit gelange. Um die Personen zu schützen, fanden die Gespräche unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Eine Bitte um Stellungnahme von der russischen Präsidialverwaltung sei ignoriert worden.
Die Dokumentation besteht aus drei Teilen, die am 21. September 2025 in der ZDF-Mediathek veröffentlicht wurden. Am 23. September erfolgte die Ausstrahlung in Spielfilmlänge im linearen Fernsehen. Ergänzt wird die Serie durch das 45-minütige Prequel Putins Lehrjahre. Vom Hinterhof an die Macht, das sich auf die Jugend Putins konzentriert.
Episodenliste
1. Agent In der Folge wird beschrieben, wie der KGB-Agent Wladimir Putin 1990 in die Sowjetunion zurückkehrt und Assistent des Bürgermeisters von St. Petersburg, Anatoli Sobtschak, wird. Nach einer Affäre um ein angebliches Lebensmittelbeschaffungsprogramm wird Putin zum stellvertretenden Bürgermeister befördert.
2. Schattenmann Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion versucht Putin, Investoren nach St. Petersburg zu locken, gleichzeitig baut er sich ein Netzwerk von Unterstützern auf, größtenteils ebenfalls mit KGB-Hintergrund.
3. Zar Nachdem Sobtschak erst sein Bürgermeisteramt verliert und anschließend wegen Korruptionsvorwürfen ins Ausland flüchtet, wird Putin in Moskau 1998 Chef des Inlandsgeheimdienstes FSB. Später steigt er zum Premierminister auf und wird nach dem Rücktritt von Boris Jelzin schließlich Präsident.
Rezeption Carin Pawlak lobte die Sendung im Focus mit den Worten „man kann wirklich etwas lernen über den Erfolg eines Mannes, der eigentlich nichts kann“ und resümierte „wenn Anhänger von BSW und AfD diese Sendung gesehen haben, sollte ihnen das Geschwätz von Verhandlungen mit Putin endgültig vergangen sein.“
Weblinks Der Pate von St. Petersburg auf ZDF.de
Einzelnachweise
Kategorie:Wladimir Wladimirowitsch Putin Kategorie:Fernsehserie der 2020er Jahre Kategorie:Fernsehserie (ZDF) Kategorie:Miniserie