mini|alternativtext=Verbreitung|Verbreitungsgebiet der Mond-Waldspitzmaus Die Mond-Waldspitzmaus (Sylvisorex lunaris) ist ein am östlichen Rand des Mitumba-Gebirges in Afrika verbreitetes Säugetier in der Gattung der Wald-Moschusspitzmäuse. Die früher zugerechnete Kleine Waldspitzmaus (Sylvisorex oriundus) wurde als eigenständige Art ausgegliedert. Das Typusexemplar wurde im Hochtal Mubuku in Uganda auf etwa 3800 Meter Höhe gefunden. Vermutlich stellen die Populationen einen Artenkomplex mit jeweils sehr begrenzten Arten dar. Eine nahe Verwandtschaft zu Grants Waldmoschusspitzmaus (Sylvisorex granti) und zur Johnston-Waldspitzmaus (Sylvisorex johnstoni) wird angenommen.

Merkmale Die mittelgroße Spitzmaus erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 70 bis 93 mm, eine Schwanzlänge von 45 bis 56 mm und ein Gewicht von 9 bis 20 g. Sie hat 12 bis 16 mm lange Hinterfüße und Ohren von 7 bis 10 mm Länge. Kennzeichnend ist weiches und dichtes Fell mit einem seidigen Glanz. Die Unterseite ist heller graubraun als die Oberseite, wobei oberseits die braunen Töne überwiegen können. Die Art hat dunkelbraune Füße und einen schwarzbraunen Schwanz. Die sechs Zitzen der Weibchen sind paarig angeordnet. Die Spitzmaus hat recht lange zentrale Schneidezähne im Oberkiefer, die an der Spitze einen Haken haben. Nach den oberen Schneidezähnen folgen je vier einspitzige Zähne. Auffällig ist die hoch gewölbte Hirnschale am Schädel. Der diploide Chromosomensatz besteht aus 58 Chromosomen (2n=58).

Verbreitung und Lebensweise Das Tier lebt in Hochtälern und auf Hochebenen im Osten der Demokratischen Republik Kongo, in Uganda, Burundi und Ruanda. Das Verbreitungsgebiet liegt 1785 bis 4500 Meter über dem Meer. Als Habitat dienen vorwiegend Sümpfe, offene Buschflächen mit Gras wie Napiergras als Unterwuchs und Galeriewälder. Gelegentlich werden Wälder aus Bambus und wieder aufgeforstete Wälder besucht. Die Spitzmaus bewegt sich auf dem Boden. Weibchen waren im Februar, März und Juni mit zwei bis vier Embryos trächtig. Zur Nahrungswahl und zur Reviergröße ist nichts bekannt.

Gefährdung Regional wirken sich Forstwirtschaft und die Umwandlung von Wäldern in Ackerland negativ aus. Alle Reviere sind sehr verstreut und verteilen sich über ein 46.700 km² großes Gebiet. Die IUCN listet die Art in der Vorwarnliste (near threatened).

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Spitzmäuse