Crescentius Krisper (* 20. November 1679 in Graz; † 15. Jänner 1749 in Wien) war ein österreichischer Franziskaner.
Leben Krispers Lebensweg ist weitgehend unbekannt. Er soll bereits als Jugendlicher in den Franziskanerorden eingetreten sein und über eine gute wissenschaftliche Bildung verfügt haben. Er lehrte im Orden Philosophie und Theologie.
Krispers war von 1726 bis 1729 Provinzial der österreichischen Franziskanerprovinz, nahm als solcher am Generalkapitel in Mailand teil, bevor er 1730 Generalkommissar aller cismontanen Franziskanerprovinzen wurde. Von diesem Amt trat er am 30. Mai 1732 zurück. Er war 1735 als Visitator in der ungarischen Provinz tätig. Während des Übergangs zwischen den Generalministern Gaetano Politi und Rafaello Rossi vertrat er 1744 die Aufgaben des Generalministers.
Krispers galt als gründlicher, an der mittelalterlichen Theologie orientierter Theologe, der sich unter anderem gegen den Jansenismus wandte.
Werke (Auswahl) Nubila Jansenismi et Quesnellianismi Luce Dogmatico-Scholastica dispulsa, 2 Bände, Wolff, Augsburg 1726. Theologia Scholae Scotisticae, 4 Bände, Wolff, Augsburg 1728–1729 (2. Auflage 1748). Philosophia scholae Scotisticae, Wolff, Augsburg 1735. Theologia textualis scholæ Scotisticæ, 2 Bände, Kaliwoda, Wien 1738.
Literatur
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