Peter Paul Hausch (geb. 4. Juni 1840 in Horb am Neckar; gest. 28. Februar 1899 ebenda) war ein deutscher Bildhauer und Altarbauer.
Leben und Werk mini|Sitz der Altarbauerwerkstatt von Peter Paul Hausch in der Neckarstraße 75 in Horb am Neckar Hausch war ein Sohn des Zimmermanns Johann Baptist Hausch (1802–1877). Er war als Jugendlicher zunächst im väterlichen Betrieb und anschließend in der Lithografischen Anstalt von Joseph Mest (1809–1873) in Horb tätig, bevor er 1856 in das Atelier für kirchliche Kunst von Johann Nepomuk Meintel eintrat, um sich zum Holzbildhauer für Kirchenausstattungen ausbilden zu lassen. Hauschs Arbeit in der Altarbauerwerkstatt Meintels wurde 1865 durch einen einjährigen Studienaufenthalt in München bei dem Hofdekorationsmaler Joseph Schwarzmann unterbrochen. 1876 erwarb Hausch zusammen mit dem aus Riedlingen stammenden Maler Johann Bayer (1845–1892) die Altarbauerwerkstatt Meintels, nachdem diese nach dem Tode ihres Gründers zunächst von Meintels Sohn fortgeführt worden war. 1880 zog die Werkstatt in das sog. Stubensche Schlösschen (Horb, Neckarstraße 75) um. Nach dem Tod des Vaters übernahm der älteste Sohn Pius Hausch (1874–1945) den Betrieb und führte diesen bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges. Anton Leins (1866–1925) und Wilhelm Klink (1874–1952) waren Schüler der Hausch-Werkstatt. Beliefert wurden katholische Gemeinden in Württemberg, Baden, Hohenzollern und, in kleinerem Umfang, in der Südpfalz und in Hessen. Allerdings ist ein Großteil der Altarproduktion der Hausch-Werkstatt schon nach wenigen Jahrzehnten im Zuge von Renovierungsarbeiten wieder beseitigt worden.Stefanie Heck: Christliche Kunst des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts – die Bildhauerfamilie Hausch aus Horb am Neckar. In: Freiburger Diözesanarchiv. 114, 1994, S. 261.
Familie Hausch war seit 1871 mit Adelheit (geborene Reihing; 1842–1887) verheiratet. Pius Joseph Hausch (1874–1945), wurde Bildhauer und übernahm die väterliche Werkstatt Franz Xaver Hausch (1885–1955), wurde Bildhauer
Werkauswahl Bad Wildbad, St. Bonifatius: Hochaltar (1872) Wachendorf, (Starzach) St. Petrus und Paulus: Hochaltar (1879) Deubach (Lauda-Königshofen), St. Antonius: Hochaltar (1880) Eutingen im Gäu, St. Stephanus: Hochaltar (1882) Abtsgmünd, St. Michael: Hochaltar (1885) Horb am Neckar, Liebfrauenkapelle: Marienaltar (1892), Antoniusaltar (1893), Kanzel (1897)
Literatur
Stefanie Heck: Christliche Kunst des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts – die Bildhauerfamilie Hausch aus Horb am Neckar. In: Freiburger Diözesanarchiv. 114, 1994, S. 229–276 (freidok.uni-freiburg.de PDF).
Einzelnachweise
Kategorie:Bildhauer (Baden-Württemberg) Kategorie:Person (Horb am Neckar) Kategorie:Geboren 1840 Kategorie:Gestorben 1899 Kategorie:Mann