mini|Verbreitungsgebiet des Gelbflankenvireos
Der Gelbflankenvireo, früher Zitronenflankenvireo, (Vireo flavoviridis), Syn. Vireosylvia flavoviridis, ist eine Vogelart aus der Familie der Vireos (Vireonidae).Gelbflankenvireo, in Avibase – Die Weltvogel-Datenbank. Abgerufen am 3. Februar 2026.P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF
Der Vogel brütet vom äußersten Süden von Texas bis Panama, in Costa Rica auf der PazifikseiteR. Garrigues, R. Dean: The Birds of Costa Rica. Ithaca: 2007. ISBN 978-0-8014-7373-9 und überwintert in den nörd- und östlichen Anden sowie im westlichen Amazonasbecken, i Kolumbien von September bis März im östlichen Tiefland und den Andenausläufern bis 900 m.Thomas Scott Schulenberg, Douglas Forrester Stotz, Daniel Franklin Lane, John Patton O’Neill, Theodore Albert Parker III: Birds of Peru. Princeton University Press, 2007, ISBN 978-0-691-04915-1
Die Art wurde als konspezifisch mit dem Rotaugenvireo (Vireo olivaceus) angesehen und als Vireo olivaceus flavoviridis bezeichnet.E. R. Blake, J.C. Greenway, T.R. Howell, G.H. Lowery, E. Mayr, B.L. Monroe, A.L. Rand und M.A. Traylor, Jr.: Check-list of birds of the world: a continuation of the work of James L. Peters, Band 14, S. 123, 1968, Biodiversity LibraryDavid Slager, C.J. Battey, Robert W. Bryson, Gary Voelker, John Klicka: A multilocus phylogeny of a major New World avian radiation: The Vireonidae. In: Molecular Phylogenetics and Evolution. 2014, Band 80, S. 95–104 doi:10.1016/j.ympev.2014.07.021.
Der Lebensraum umfasst offene Flächen mit einzelnen Bäumen und Büschen, Sekundärwald, Waldränder, Galeriewald, Mangrovenwald bis 1650 m. ü. M.G. R. Angehr, R. Dean: The Birds of Panama. Ithaca: 2010 ISBN 978-0-8014-7674-7D. Brewer, D. A. Christie und G. M. Kirwan: Yellow-green Vireo (Vireo flavoviridis), version 1.1. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie, E. de Juana und S. M. Billerman (Herausgeber): Birds of the World. 2024, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Vireo flavoviridis
Der Artzusatz kommt von und .J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.
Merkmale Die Art ist 13–15 cm groß und wiegt 15–21 g. Die Kopfkappe ist grau mit dünner und oft nur angedeuteter schwärzlich-grauer Begrenzung zum grauen Überaugenstreif, die Zügel sind matt dunkelgrau, die Ohrdecken grünlich grau. Nacken und Oberseite sind matt grünlich, die Hand- und Armschwingen matt gräulich grau mit gelblich grünen Außenfahnen, die Steuerfedern sind matt grünlich grau. Kehle und Brustmitte sind weißlich, Nackenseiten und Flanken grau gelb, an der Unterseite zum Schwanz hin heller gelb werdend. Die Iris ist matt rot, der Oberschnabel grau braun, der Unterschnabel gräulich, die Beine sind blaugrau oder schieferblau. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Jungvögel sind bräunlicher mit undeutlich abgesetzten Rändern der großen und mittleren Flügeldecken, die Iris ist braun.
Der Vogel ist dem Rotaugenvireo (Vireo olivaceus) ähnlich, aber an der Unterseite und den Flanken gelber, das Gesicht ist weniger deutlich gestreift, der Scheitel ist nicht dunkel abgesetzt, auch sind die Lautäußerungen unterschiedlich. Der Philadelphiavireo (Vireo philadelphicus) ist kleiner mit kürzerem Schnabel, hat außerdem gelbe Kehle und Brust.
Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt:IOC World Bird List Shrikes, vireos, shrike-babblersAviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025
V. f. hypoleucus & , 1937A. J. Van Rossem und M. Hachisuka: Vireo olivaceus hypoleucus. In: Proceedings of the Biological Society of Washington, Band 50, S. 159, 1937, Biodiversity Library – Nordwesten Mexikos (Ssüdostsonora bis Südsinaloa) V. f. flavoviridis (, 1851), Nominatform – Mittlerer Norden, Nordosten Mexikos bis Panama, enthält die Unterart perplexus (, 1991)A. R. Phillips: Vireosylva 'flavoviridis' perplexa. In: The known birds of North and Middle America. Band 2, 2 S. 209, 1991 V. f. forreri , 1885G. Madarász: Vireo forreri. In: Természetrajzi Füzetek kiadja a Magyar nemzeti Muzeum, Band 9, S. 85, Abbildung, 1885, Biodiversity Library – Marias-Inseln, längerer und größerer Schnabel, weniger ausgeprägte Kopfzeichnung, dunkle Abgrenzungslinie oberhalb des dunkleren Überaugenstreif nur angedeutet bis fehlend V. f. insulanus , 1902O. Bangs: Vireo insulanus. In: Proceedings of the New England Zooological Club, Band 3, S. 73, 1902, Biodiversity Library – Perleninseln im Golf von Panama, mitunter als Synonym für die Nominatform angesehenJ. del Hoyo, und N. J. Collar: HBW and BirdLife International Illustrated Checklist of the Birds of the World. Band 2: Passerines. Lynx Edicions, 2016
Die ersten drei Unterarten können als polytypische flavoviridis Gruppe zusammengefasst und gegen die letzte Unterart abgegrenzt werden.J, F. Clements, P. C. Rasmussen, T. S. Schulenberg, M. J. Iliff, J. A. Gerbracht, D. Lepage, A. Spencer, S. M. Billerman, B. L. Sullivan, M. Smith und C. L. Wood: The eBird/Clements Checklist of Birds of the world: v2025, 2025, Version 2025 Abgerufen am 23. Januar 2026
Stimme Die Lautäußerungen werden als einfache kurze und oft wiederholte Phrase beschreiben, gern versteckt aus der Vegetation heraus sowie als endlos wiederholte Folge von 2-3 tönigem Pfeifen mit kurzen Pausen dazwischen „viree, viree, fee, vireo“, auch als klagendes „hey“ oder „hyaah“ wie beim Rotaugenvireo (Vireo olivaceus).
Lebensweise Die Art ist ein Zugvogel, über den Winter wird das Brutgebiet vollständig verlassen ab September. Der Vogel kehrt ab Ende Januar in Costa Rica, ab Ende März in Belize und im April in Mexiko zurück.
Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten wie Raupen und Käfern, auch aus Spinnentieren und zahlreichen Früchten, die in mittleren und höheren Baumetagen gesucht werden.
Die Brutzeit liegt zwischen April und August, im Frühling kommen die Vögel im Costa Rica bereits Ende Januar oder Anfang Februar an, brüten aber noch nicht sofort. Das Weibchen baut das Nest allein, das wie für Vireos typisch an eine Astgabel gehängt wird in 2–4 m über dem Erdboden. Das Gelege besteht aus 3 Eiern mit schokoladenbraunen Flecken. Das Weibchen brütet über etwa 14 Tage, beide füttern die Küken.
Häufiger Brutparasit ist der Rotaugenkuhstärling (Molothrus aeneus), Nesträuber sind Tukane (Ramphastos), Schwarzarassaris (Pteroglossus) und der Schwalbenweih (Elanoides forficatus).
Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).
Literatur J. Cassin: Vireosylvia flavoviridis. In: Proceedings of the Academy of Natural Sciences of Philadelphia, Band 5, S. 152, 1851, Biodiversity Library
Weblinks
Macaulay Library
Gelbflankenvireo auf Briefmarken
Einzelnachweise
Kategorie:Vireos