mini|Robert M. Greenberg (2017) Robert „Bob“ M. Greenberg (* 1948 in Chicago, Illinois) ist ein US-amerikanischer Werbeunternehmer und Gründer der New Yorker Agentur R/GA, die er von 1977 bis 2018 leitete. Seine Agentur war zunächst vor allem für Kunden aus der Filmbranche tätig und gestaltete zahlreiche Titelsequenzen von Filmen sowie Filmtrailer. Deren Umsetzung übernahm vor allem sein Bruder Richard Alan Greenberg. 1987 wurde Robert M. Greenberg für das Design und die Entwicklung eines optischen Printers mit dem Oscar für Wissenschaft und Entwicklung ausgezeichnet. Für seine Beteiligung an der Entstehung der visuellen Effekte des Actionfilms Predator war er zudem 1988 für einen Oscar für die besten visuellen Effekte nominiert.

Leben Robert M. Greenberg wurde 1948 in Chicago geboren und wuchs dort in West Rogers Park auf.Carol Felsenthal: On the Life and Death of My Brother, Dickie. In: chicagomag.com vom 20. Juni 2018.Philipp Alvares de Souza Soares: R/GA-Werber Bob Greenberg: Der wahre Mad Man. In: manager-magazin.de vom 28. April 2017. Sein älterer Bruder war der Grafikdesigner und Visual-Effects-Künstler Richard Alan Greenberg (1947–2018), seine jüngere Schwester ist die Journalistin und Autorin Carol Felsenthal (* 1949).Bob Goldsborough: Richard Greenberg, title designer for major Hollywood films, dies at 71. In: chicagotribune.com (Archiv-Version) vom 23. Juli 2018.

Greenberg interessierte sich früh für Architektur und Design; als Einflüsse benannte er später die Bauhaus-Schule, Steve Jobs und den deutschen Industriedesigner Dieter Rams.Bob Greenberg Selects. In: cooperhewitt.org, Februar 2018.

Greenberg arbeitete zunächst in Kanada und ging später nach New York City.Lola Landekic: R/Greenberg Associates: A Film Title Retrospective. In: artofthetitle.com vom 13. August 2013. Gemeinsam mit seinem Bruder Richard gründete er 1977 in Manhattan das Produktionsunternehmen R/GA (R/Greenberg Associates).Mike Barnes: Richard Alan Greenberg, Main Title Designer on ‘Superman’ and ‘Alien’ and Oscar Nominee for ‘Predator,’ Dies at 71. In: hollywoodreporter.com vom 20. Juni 2018.

Ihren ersten größeren Auftrag bekamen die Brüder 1978 für die Erstellung eines Teaser-Trailers für Richard Donners Comicverfilmung Superman, der ihnen einen Clio Award einbrachte. Sie gestalteten auch die Titelsequenz des Films.Superman (1978). In: artofthetitle.com, abgerufen am 3. Februar 2026. Kurz darauf erhielten sie den Auftrag, die Titelsequenz für Ridley Scotts Science-Fiction-Horrorfilm Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt zu gestalten. Es folgten zahlreiche Aufträge für die Designs der Titelsequenzen von Filmen wie Flash Gordon, Der Höllentrip, Garp und wie er die Welt sah, The Untouchables – Die Unbestechlichen oder Dirty Dancing. Bob Greenberg verantwortete dabei vor allem die geschäftliche Seite des Betriebs und stellte sicher, dass die Agentur über die notwendigen Mittel und die Ausrüstung verfügte, während Richard Greenberg für die kreative Umsetzung zuständig war. Bob Greenberg übernahm auch Visual-Effects-Aufträge für Filmproduktionen wie Xanadu, Der starke Wille, Predator oder Last Action Hero.

Im Rahmen der Oscarverleihung 1987 wurden Robert M. Greenberg, Joel Hynek, Eugene Mamut (alle drei R/Greenberg Associates), Alfred Thumim, Elan Lipschitz und Darryl A. Armour (alle drei Oxberry Division of Richmark Camera Service, Inc.) „für das Design und die Entwicklung des RGA/Oxberry Compu-Quad Special Effects Optical Printers“ mit dem Oscar für Wissenschaft und Entwicklung (Academy Scientific & Engineering Award) ausgezeichnet.Robert Greenberg. In: awardsdatabase.oscars.org, abgerufen am 5. Februar 2026.

Bei der Oscarverleihung 1988 war Greenberg für die visuellen Effekte des Actionfilms Predator gemeinsam mit seinem Bruder Richard Alan Greenberg sowie Joel Hynek und Stan Winston für den Oscar in der Kategorie Beste visuelle Effekte nominiert.

1991 zog sein Bruder nach Los Angeles, wo die Brüder später die Agentur R/GLA gründeten. Später richtete Greenberg R/GA neu als Digitalagentur aus, die Kreation, Beratung und IT-Umsetzungen aus einer Hand anbot. Zu den Kunden gehören unter anderem Nike, die Fossil Group, Samsung oder Google. Mitte der 1990er Jahre wurde die Agentur an True North Communications verkauft, die 2001 Teil der Interpublic Group of Companies (IPG) wurde.Lucy Shelley: Interpublic Group sells RGA. In: campaignasia.com vom 3. März 2025.Imagine rebuilding your business every few years. In: cresta-awards.com, abgerufen am 5. Februar 2026. Das Unternehmen expandierte in weitere Länder, unter anderem ins Vereinigte Königreich, nach Australien, Deutschland, Brasilien, Argentinien, Indonesien und Japan. Anfang 2025 verkaufte IPG die Agentur an die Private-Equity-Firma Truelink Capital und verschiedene private Investoren aus der Führung von R/GA.

Robert M. Greenberg hatte bereits Ende des Jahres 2018 die Position des CEO von R/GA an Sean Lyons übergeben.

Greenberg ist ein Sammler von Outsider Art und hat seit den frühen 1980er Jahren eine umfangreiche Kunstsammlung zusammengetragen.Ted Loos: An Insider of Design and Media Who Favors Outsider Art. In: nytimes.com vom 4. April 2018. Die Sammlung umfasst unter anderem Werke der Künstler Calvin und Ruby Black, Henry Darger, William Hawkins und Adolf Wölfli.

Er ist mit der Künstlerin Corvova Lee verheiratet und lebt mit ihr in Manhattan und im Hudson Valley.

Filmografie Visuelle Effekte 1980: Xanadu 1980: Der starke Wille (Resurrection) 1987: Predator 1993: Last Action Hero 1993: In the Line of Fire – Die zweite Chance (In the Line of Fire)

Weblinks

Website seiner Agentur R/GA

Einzelnachweise

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