mini|Mabel Dymond Peel Mabel Dymond Peel (* 25. Juli 1879 in Barton upon Irwell, Lancashire; † 25. Januar 1938) war eine britische Kryptoanalytikerin, die während des Ersten Weltkrieges bei den Hush WAACs diente. Durch ihre Memoiren The Story of the Hush-WAACs, die 1921 veröffentlicht wurden, erlangte sie größere Bekanntheit. In Friedenszeiten arbeitete sie als Sprachlehrerin und gründete die Niederlassung der Royal British Legion in Rouen.

Leben und Wirken Vor dem Krieg Peels Eltern waren der Bankangestellte Robert Peel und seine Ehefrau Alice, geborene Dymond. 1898 arbeitete sie als Lehrerin für Französisch und die Violine im Süden von Frankreich.

Sie absolvierte 1906 einen BA in Modernen Sprachen an der Victoria University of Manchester und 1907 einen MA. Sie arbeitete anschließend als Lehrerin für Moderne Sprachen an der Howell’s School, Denbigh und an der Bridlington High School, Yorkshire.

Kriegsdienst mini|hochkant|United Kingdom Victory Medal Im Juni 1917 trat sie dem Women’s Army Auxiliary Corps (WAAC; deutsch etwa Frauen Hilfskorps der Armee) bei. Zwei ihrer Geschwister, Alice und Harold, hatten sich bereits als Krankenschwester beim Britischen Roten Kreuz bzw. als Seelsorger bei der Australian Imperial Force für den Kriegseinsatz gemeldet. Nach drei Monaten wurde sie vom Militärgeheimdienst GHQ angesprochen, der Frauen mit Deutschkenntnissen suchte, um als Kryptoanalytikerinnen zu arbeiten und so Männer für den Einsatz an der Front freizustellen.

Ab September 1917 waren Peel und die "Hush WAACs" in Saint-Omer, Frankreich, nahe an der Frontlinie stationiert. Ihnen wurde vorab nicht mitgeteilt, was ihre Aufgaben sein würden.

Peel erinnerte sich später, dass das Team angesichts der ersten Nachrichten entmutigt war, da es noch nie zuvor eine verschlüsselte Nachricht gesehen hatte, dass es aber bald von der Arbeit in den Bann gezogen wurde. Sie fand die Arbeit äußerst interessant und entschlüsselte bereits nach drei Monaten eigenständig Nachrichten.

Als der Stützpunkt durch den Vorstoß der Deutschen gefährdet wurde, wurden sie und die Hush WAACs im April 1918 zu einem anderen Stützpunkt in Le Touquet verlegt. Peel wurde am 11. Dezember 1918 zurückberufen und einen Monat später demobilisiert.

Peel wurde mit der Victory Medal ausgezeichnet und erhielt die War Medal für ihre Dienste während des Krieges.

Nach dem Krieg 1921 publizierte sie ihre Memoiren The Story of the Hush-WAACs.

1925 zog sie nach Rouen, Frankreich, wo sie eine Niederlassung der Royal British Legion für britische Ex-Soldaten, die dort geblieben waren, gründete. Sie leitete die Niederlassung, bis sie 1936 nach England zurückkehrte und dort als Sprachenlehrerin in Welwyn Garden City arbeitete.

Einzelnachweise

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