mini|Stauerei des Norddeutschen Lloyd Die ehemalige Stauerei Norddeutscher Lloyd, Alter Fährweg 8 an der Ostkaje des Kaiserhafens I, direkt am Übergang zum Kaiserhafen II, in Bremen, Ortsteil Stadtbremisches Überseehafengebiet Bremerhaven, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut. Aktuell (2026) wird das Haus u. a. als Büro der Möller Survey Marine GmbH & Co. genutzt.
Das Gebäude steht seit 2025 unter bremischem Denkmalschutz.
Geschichte Der Norddeutsche Lloyd (NDL) von 1857 war eines der bedeutendsten deutschen Schifffahrtsunternehmen des späten 19. sowie frühen und mittleren 20. Jahrhunderts. In den 1920er/30er Jahren fuhren um die 15 Passagierschiffe und um die 70 Schiffe mit 562.371 BRT für den NDL.
Das zweigeschossige, verputzte, traufständige Gebäude mit Walmdach wurde 1909 als Fähr- und Wohnhaus für die stadtbremische Hafen-Fähre GmbH an der alten Barkassen-Fähranlegestelle gebaut. 1919 erwarb der Stauereibetrieb des NDL das Gebäude und wurde 1921 nach Plänen von Heinrich Jäger zu einem Verwaltungsgebäude der Stauerei umgebaut. An der Rückseite wurde es um einen eingeschossigen ehemaligen Werkstattbau erweitert. Die Stauerei war für den Umschlag der Güter und des Passagiergepäcks der Bremer Reederei zuständig. Der Umschlag von Bananen am Bananenkai hatte zeitweise eine größere Bedeutung.
Das Hauptgebäude hat zur Gestaltung neobarocke Elemente als Lisenen, Stuckverzierungen und ein Relief mit figürlichen Darstellungen über dem ehemaligen Haupteingang. Beim Umbau wurde der Haupteingang mit neoklassizistischem Portal an die Ostseite verlegt. Die Inschrift „STAUEREI D. NORDD. LLOYD G.M.B.H.“ verweist auf die frühere Nutzung. Das Innere ist im Erdgeschoss gekennzeichnet durch das Kontor mit den Oberlichtern, die teilverglasten Trennwände, die halbhohen Holzpaneele, das Treppenhaus mit Terrazzofußboden, den Tresorraum, die gusseisernen Heizkörper sowie durch einige bauzeitliche Zimmertüren.
Das Landesamt für Denkmalpflege Bremen befand: „… Das ehemalige Fährhaus und spätere Stauereigebäude ist aus wirtschaftsgeschichtlichen, architekturgeschichtlichen und heimatgeschichtlichen Gründen ein Denkmal.“
Einzelnachweise
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