Michael Fehr (* 1949Datensatz zu Michael Fehr im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek ) ist ein deutscher Kunsthistoriker, Kurator und ehemaliger Museumsdirektor.
Leben und Wirken Fehr studierte von 1969 bis 1974 Kunstgeschichte und Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum und wurde bei Max Imdahl über die Hildesheimer Bronzetüren in Kunstgeschichte promoviert. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter war er von 1974 bis 1981 am Kunstmuseum Bochum und anschließend von 1981 bis 1986 an der Gesamthochschule Wuppertal bei Bazon Brock (Lehrstuhl Ästhetik/Kunstvermittlung) tätig.
Fehr war von 1987 bis 2005 Direktor des Karl Ernst Osthaus-Museums der Stadt Hagen und von 1988 bis 2004 Geschäftsführer des Stifterverbands dieses Museums. Zudem hatte er von 1999 bis 2004 einen Lehrauftrag am kunsthistorischen Institut der Universität Bonn inne. Danach war er von 2005 bis 2014 Professor und Direktor des Institutes für Kunst im Kontext an der Fakultät Bildende Kunst der Universität der Künste Berlin. Dort war er auch von 2006 bis 2016 Vorstand des Fördervereins Kunst im Kontext.
Zudem war Fehr von 1990 bis 2009 Vorstandsmitglied der Henry-van-de-Velde-Gesellschaft, von 1992 bis 1994 Sprecher der „Arbeitsgemeinschaft hauptamtlich geleiteter Museen in Nordrhein-Westfalen“ (Museums-AG NRW), von 1995 bis 1999 Sekretär der Fachgruppe Kunst- und Kulturhistorische Museen im Deutschen Museumsbund, von 2010 bis 2012 Mitglied im Berliner Rat für die Künste und von 2003 bis 2024 Geschäftsführender Vorstand des Werkbundarchiv – Museum der Dinge in Berlin.
Publikationen (Auswahl) als Autor
Exemplarische Untersuchungen zur Ikonographie und Erzählstruktur der Hildesheimer Bronzetüren. Dissertation, 1978, . Vlassis Caniaris. Konkreter Realismus. Skizze einer künstlerischen Strategie. Werkverzeichnis 1952–1983. Verlag für moderne Kunst, Nürnberg 1991, ISBN 3-928342-09-6. Das Museum im digitalen Zeitalter. (Panta rhei. 26). Hans-Erni-Stiftung, Luzern 2005. Matias Bechtold: Objekte. Bildband. Fantôme, Berlin 2016, ISBN 978-3-940999-34-4. als Mitautor: Die einsamen Begräbnisse. Poetische Nachrufe auf vergessene Leben. Hrsg. von Melanie Katz. Limmat, Zürich 2023, ISBN 978-3-03926-063-8.
als Herausgeber
Geschichte, Bild, Museum. Zur Darstellung von Geschichte im Museum. Wienand, Köln 1989, ISBN 3-87909-210-9. mit Annette Kuhn: Marianne Pitzen’s Schneckenhaus. Matriarchale Gesellschafts- und Museumsentwürfe. Wienand, Köln 1990, ISBN 3-87909-214-1. Imitationen. Das Museum als Ort des Als-Ob. Wienand, Köln 1990, ISBN 3-87909-213-3. Platons Höhle. Das Museum und die elektronischen Medien. Wienand, Köln 1995, ISBN 3-87909-434-9. Open Box. Künstlerische und wissenschaftliche Reflexionen des Museumsbegriffs. Wienand, Köln 1998, ISBN 3-87909-223-0. Die Farbe hat mich. Positionen zur nicht-gegenständlichen Malerei. Klartext, Essen 2000, ISBN 3-88474-927-7. Briefe an Karl Ernst Osthaus. Kulturstiftung der Länder, Berlin 2000. Michael Fahr hat zahlreiche Ausstellungskataloge herausgegeben.
Weblinks
Ausstellungen und Publikationen auf der Website Aesthetische Praxis
Einzelnachweise
Kategorie:Kunsthistoriker Kategorie:Museumsleiter (Deutschland) Kategorie:Ausstellungskurator Kategorie:Hochschullehrer (Universität der Künste Berlin) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1949 Kategorie:Mann