Anna Zaradny (* 1977 in Stettin) ist eine polnische Klangkünstlerin, Improvisationsmusikerin, Komponistin und bildende Künstlerin.
Leben Zaradny studierte Saxophon, Dirigieren und Musiktheorie an der Ignacy-Jan-Paderewski-Musikakademie Posen. Sie begann ihre musikalische Laufbahn in den 1990er Jahren auf dem Gebiet der neuen Musik, des Freejazz und des Punkrock und war Mitglied der Gruppe StuckOnCeiling (mit Robert Piotrowicz, Sebastian Krawczuk, Kacper Jaskiewicz und später Jacek Majewski), die zwischen 2000 und 2002 auftrat. Gemeinsam mit Robert Piotrowicz gründete sie 2002 das Musica Genera Festival, das bis 2008 jährlich in Szczecin und letztmalig 2009 in Warschau stattfand. Hier traten neben polnischen Musikern wie Zbigniew Karkowski Wolfram, Jacek Staniszewski, DJ Lenar, Michał Kupiszyn, Matylda Sałajewska, Macio Moretti, Elka Krajewska und Zenial auch Giuseppe Ielasi, Xavier Charles, Rodrigo Davies, John Butcher, Lionel Marchetti, Taku Sugimoto, Oren Ambarchi, Alessandro Bosetti, Otomo Yoshihide und andere auf.
Als Improvisationsmusikerin arbeitete sie insbesondere in einer Trioforamtion mit Robert Piotrowicz und Burkhard Stangl zusammen. Weitere musikalische Partner waren unter anderem Christian Fennesz, Jérôme Noetinger, Tony Buck, Kasper T. Toeplitz, Cor Fuhler, Juliet Fraser, John Hegre, Otomo Yoshihide, Martin Klapper, Boris Hauf, Sophie Agnel, Ute Volker, Ingar Zach und Florentin Ginot. Sie trat bei Festivals und Konzerten in Frankreich, Deutschland, Norwegen, Dänemark, den Niederlanden, Tschechien, Österreich, Slowenien, Griechenland, Kroatien und den USA auf. Sie komponierte Musik für ihre eigenen Auftritte und Aufnahmen, für Klanginstallationen, Multidiaprojekte, Performances, Bühnen- und Filmwerke. Sie arbeitete mit Paulina Ołowska am Kulturzentrum WIELS in Brüssel zusammen und war musikalische Beraterin und Forscherin an dem Projekt Escape Act von Alexandra Bachzetsis.
Als bildende Künstlerin schuf sie Installationen, Objekte, Fotografien und Videos, wobei sie mit Mikro-Sound und architektonischen Elementen, Licht und Raum arbeitete. Die Werke wurden bei verschiedenen Festivals und Ausstellungen präsentiert, u. a. beim Aural Festival in Mexiko-Stadt, beim Unsound Festival in New York, bei Super-Deluxe in Tokio, What is music? in Sydney und Melbourne, in der Knitting Factory in New York und im Art Institute of Chicago.
Diskographie Can't Illumination (mit Robert Piotrowicz und Burkhard Stangl), 2003 Lighton (mit Cor Fuhler und Tony Buck), 2006 Mauve Cycles, 2008 Stacja Nigdy W Życiu (mit Kasper T. Toeplitz), 2016 Go Go Theurgy, 2016
Multimediawerke/Installationen hTIAL, 2005 Backwards towards the sun / Backwards ku słońcu Harmony of Happiness (Never Reached), 2008 eM U Zet EU eM / eM U eS E U eM, 2009 Trigonometry 7, 2009 Pass | ed, 2009-10 Castration Class, 2010 Cuts and Part 1, 2010 Cuts and Part 2, 2010 Tongue of Venus, 2011 Crackfinder (mit Jérôme Noetinger und Robert Piotrowicz), 2018
Quellen culture.pl: Anna Zaradny Shape: Anna Zaradny Sonic Matter: Anna Zaradny MuseumsQuartier Wien: Anna Zaradny Cafe Oto: Anna Zaradny
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