Werner Schefold (* 26. März 1943 in Kempten) ist ein deutscher Soziologe, Sozialpädagoge und Hochschullehrer.Werner Schefold: https://d-nb.info/gnd/120081245 (Deutsche Nationalbibliothek); Prof. Dr. Werner Schefold. In: https://www.dji.de/fileadmin/user_upload/bibs/FBB_Expertise_Schefold_2000.pdf
Leben und Wirken Werner Schefold legte 1962 seine Reifeprüfung in Kempten ab und schloss daran eine Ausbildung zum Industriekaufmann an. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre und Soziologie an der Universität München. Dort absolvierte er 1971 die Prüfung zum Diplom-Soziologen. Von 1972 bis 1992 war er wissenschaftlicher Referent am Deutschen Jugendinstitut e.V. in München. Dort arbeitete er an verschiedenen Projekten zur Jugendarbeit bzw. über Jugendverbände. Im Jahre 1978 promovierte er bei dem Soziologen Friedhelm Neidhardt an der Eberhard Karls Universität Tübingen über „Sozialisationspolitik. Soziologische Aspekte der Organisation und Integration des Systems staatlich gewährleisteter Sozialisation“.Eigener Lebenslauf in der Dissertation an der Universität Tübingen 1980. Zuletzt war Schefold nach seiner Habilitation Professor für Sozialpädagogik an der Universität der Bundeswehr München.
Veröffentlichungen (Auswahl)
Die Rolle der Jugendverbände in der Gesellschaft. Eine soziologische Analyse (= Reihe Deutsches Jugendinstitut, Bd. 6). Juventa-Verlag, München 1972, ISBN 3-7799-0093-9. Jugendarbeit im Jugendhilferecht. In: Lothar Böhnisch u. a.: Zur Reform der Jugendhilfe. Analysen und Alternativen. Juventa-Verlag, München 1973, S. 179–202, ISBN 3-7799-0096-3. (mit Lothar Böhnisch): Lebensbewältigung. Soziale und pädagogische Verständigungen an den Grenzen der Wohlfahrtsgesellschaft. Juventa-Verlag, Weinheim 1985, ISBN 3-7799-0572-8. Organisierte Sozialisation und individualisierte Hilfe. In: Zeitschrift für Pädagogik, Bd. 33 (1987), H. 5, S. 615–633. (mit Walter Hornstein): Pädagogische Jugendforschung nach der deutsch-deutschen Einigung. In: Zeitschrift für Pädagogik, Bd. 39 (1993), H. 6, S. 909–930. Jugendarbeit. Lernort für soziale Praxis gegen Gewalt. In: Werner Helsper (Hrsg.): Pädagogik und Gewalt. Möglichkeiten und Grenzen pädagogischen Handeln (= Studien zur Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung, Bd. 5). Leske + Budrich, Opladen 1995, S. 257–273, ISBN 3-8100-1210-6. (Mitautor): Hilfeplanverfahren und Elternbeteiligung. Evaluationsstudie eines Modellprojektes über Hilfeerfahrungen von Eltern im Rahmen des KJHG. Deutscher Verein für Öffentliche und Private Fürsorge, Frankfurt/M. 1998, ISBN 3-17-006803-2. Sozialstaatliche Hilfen als "Verfahren". Pädagogisierung der Sozialpolitik – Politisierung Sozialer Arbeit? In: Reinhard Fatke (Hrsg.): Erziehung und sozialer Wandel. Brennpunkte sozialpädagogischer Forschung, Theoriebildung und Praxis (= Zeitschrift für Pädagogik, Beiheft, Bd. 39). Beltz, Weinheim 1999, S. 277–290. (mit Josef Faltermeier u. Hans-Jürgen Glinka): Herkunftsfamilien. Empirische Befunde und praktische Anregungen rund um die Fremdunterbringung von Kindern (= Jugend und Familie, Bd. 2). Deutscher Verein für Öffentliche und Private Fürsorge, Frankfurt/M. 2003, ISBN 3-89983-023-7. (mit Karl Lenz u. Wolfgang Schröer): Entgrenzte Lebensbewältigung. Jugend, Geschlecht und Jugendhilfe. Juventa-Verlag, Weinheim 2004, ISBN 3-7799-1717-3. (Hrsg.): Krisenerleben und Krisenintervention. Ein narrativer Zugang. dgvt-Verl., Tübingen 2008, ISBN 978-3-87159-085-6.
Einzelnachweise
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