Richard Alan Greenberg (* 21. Januar 1947 in Chicago, Illinois; † 16. Juni 2018 in New York City, New York) war ein US-amerikanischer Grafikdesigner und Visual-Effects-Künstler, der vor allem durch die Gestaltung der Titelsequenzen von Filmen wie Superman, Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt, Dirty Dancing und Matrix bekannt wurde.
Leben Richard Greenberg wurde 1947 in Chicago geboren und wuchs dort in West Rogers Park auf.Bob Goldsborough: Richard Greenberg, title designer for major Hollywood films, dies at 71. In: chicagotribune.com (Archiv-Version) vom 23. Juli 2018. Er hatte einen jüngeren Bruder Robert M. Greenberg (* 1948) und eine Schwester, die spätere Journalistin und Autorin Carol Felsenthal (* 1949).Carol Felsenthal: On the Life and Death of My Brother, Dickie. In: chicagomag.com vom 20. Juni 2018.
Greenberg studierte an der University of Illinois at Urbana-Champaign und erlangte dort einen Bachelor of Arts in Industriedesign und einen Master of Arts in Grafikdesign.Richard Greenberg. In: artofthetitle.com, abgerufen am 3. Februar 2026. Bereits während seines Studiums drehte Greenberg den kurzen Anti-Gewalt-Film Stop, der 1968 beim Parteitag der Demokraten in Chicago gezeigt wurde und später den ersten Preis im Studentenwettbewerb des New York Film Festivals gewann. Nach seinem Studium ging er zurück nach Chicago und arbeitete in Northfield als Grafikdesigner.
Gemeinsam mit seinem Bruder Robert gründete er 1977 in Manhattan das Produktionsunternehmen R/Greenberg Associates (R/GA).Mike Barnes: Richard Alan Greenberg, Main Title Designer on ‘Superman’ and ‘Alien’ and Oscar Nominee for ‘Predator,’ Dies at 71. In: hollywoodreporter.com vom 20. Juni 2018. Als Inspiration für ihre ersten Arbeiten nannten die Brüder später unter anderem Saul Bass und Charles Eames.
Ihren ersten größeren Auftrag bekamen die Brüder 1978 für die Erstellung eines Teaser-Trailers für Richard Donners Comicverfilmung Superman, der ihnen einen Clio Award einbrachte. Sie gestalteten auch die Titelsequenz des Films.Superman (1978). In: artofthetitle.com, abgerufen am 3. Februar 2026. Kurz darauf erhielten sie den Auftrag, die Titelsequenz für Ridley Scotts Science-Fiction-Horrorfilm Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt zu gestalten.
Es folgten zahlreiche Aufträge für die Designs der Titelsequenzen von Filmen wie Flash Gordon, Der Höllentrip, Garp und wie er die Welt sah, The Untouchables – Die Unbestechlichen oder Dirty Dancing. Außerdem schuf er zahlreiche Filmtrailer. 1991 zog Greenberg nach Los Angeles, wo er später mit seinem Bruder die Agentur R/GLA und gemeinsam mit Bruce Schluter das Unternehmen Greenberg/Schluter gründete.Bruce Schluter. In: watchthetitles.com, abgerufen am 3. Februar 2026.
Neben seiner Arbeit an Titelsequenzen übernahm Greenberg auch Visual-Effects-Aufträge für Filmproduktionen wie Xanadu, Der Tag des Falken, Family Business, GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia oder Im Auftrag des Teufels. Sporadisch führte er auch Regie.
Bei der Oscarverleihung 1988 war Greenberg für die visuellen Effekte von John McTiernans Actionfilm Predator gemeinsam mit seinem Bruder Robert M. Greenberg sowie Joel Hynek und Stan Winston für den Oscar in der Kategorie Beste visuelle Effekte nominiert.Richard Greenberg. In: awardsdatabase.oscars.org, abgerufen am 3. Februar 2026.
Greenbergs Ehe mit Paula Silver endete durch Scheidung. Er war Vater von drei Kindern; der Journalistin Jessica Silver-Greenberg sowie den Söhnen Luke und Morgan. Greenberg starb am 16. Juni 2018 im Alter von 71 Jahren im New Yorker Lenox Hill Hospital an den Folgen einer Appendizitis. Er hinterließ seine beiden Geschwister sowie seine Kinder.
Filmografie Design der Titelsequenz 1979: Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (Alien) 1980: Xanadu 1980: Flash Gordon 1980: Der Höllentrip (Altered States) 1982: Garp und wie er die Welt sah (The World According to Garp) 1987: Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis (Lethal Weapon) 1987: The Untouchables – Die Unbestechlichen (The Untouchables) 1987: Dirty Dancing 1989: Cookie 1989: Family Business 1990: Fegefeuer der Eitelkeiten (The Bonfire of the Vanities) 1991: Hudson Hawk – Der Meisterdieb (Hudson Hawk) 1991: Das andere Ich (Another You) 1992: Der Tod steht ihr gut (Death Becomes Her) 1992: Bram Stoker’s Dracula 1994: Richie Rich (Ri¢hie Ri¢h) 1996: Independence Day 1996: Einsame Entscheidung (Executive Decision) 1999: Matrix (The Matrix) 2002: Star Trek: Nemesis 2003: Timeline 2010: Auftrag Rache (Edge of Darkness)
Visuelle Effekte 1980: Xanadu 1980: Der starke Wille (Resurrection) 1985: Der Tag des Falken (Ladyhawke) 1987: Predator 1989: Cookie 1989: Family Business 1990: GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia (GoodFellas) 1993: Last Action Hero 1997: Im Auftrag des Teufels (The Devil's Advocate) 1998: Phantoms
Regie 1989: Little Monsters: Kleine Monster (Little Monsters) 1990: Geschichten aus der Gruft (Tales from the Crypt, Fernsehserie, 1 Episode)
Weblinks
Richard Greenberg bei artofthetitle.com A Tribute to Richard Alan Greenberg, Master of Movie Titles bei musebyclios.com
Einzelnachweise
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