mini|200px|Albert Jakopič, 1957 Albert Jakopič (* 24. November 1914 in Ljubljana; † 9. Oktober 1996 ebenda) war ein Politiker in der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien (SFRJ), der unter anderem zwischen 1966 und 1968 Sekretär des Zentralkomitees des Bundes der Kommunisten Sloweniens war.
Leben Albert Jakopič war der Sohn eines Kommunisten, der an der Oktoberrevolution teilgenommen und aufgrund des Misstrauens der Behörden ständige Probleme mit der Arbeitssuche hatte. Nach seinem Schulabschluss in Ljubljana absolvierte er die Aufnahmeprüfung an der Handelsschule und studierte anschließend drei Semester Rechtswissenschaften an der Universität Ljubljana. Er erlebte den Angriff der Achsenmächte auf Jugoslawien im April 1941 bei einer Waffenübung als Reserveoffizier in Maribor und geriet in deutsche Kriegsgefangenschaft. Er kehrte nach einigen Monaten nach Ljubljana zurück und knüpfte Kontakte zur Befreiungsfront der slowenischen Nation OF (Osvobodilna Fronta Slovenskega naroda) und schloss sich im März 1942 mit dem Tarnnamen „Kajtimir Roški“ den Partisanen im nationalen Befreiungskampf Sloweniens an. Aufgrund seiner militärischen Fähigkeiten stieg er im November 1942 vom Maschinengewehrschützen zum Kommandanten der West-Dolenjska-Abteilung auf und wurde im selben Jahr Mitglied der Kommunistischen Partei Sloweniens KPS (Komunistična Partija Slovenije). Im Februar 1943 ging er an die Primorska, das Küstenland Sloweniens, und half bei der Organisation des militärischen Widerstands. Er wurde im April 1943 erster Kommandeur der Brigade „Simon Gregorčič“, mit der er am ersten Partisanenfeldzug in Venetien teilnahm und organisierte Ende August 1943 den Widerstand in Resia. Nach dem Waffenstillstand von Cassibile am 3. September 1943 kehrte er nach Dolenjska zurück, befand sich aber bald darauf wieder an der Primorska, wo er Kommandeur der 30. Division der Volksbefreiungsarmee NOVJ (Narodnoosvobodilna vojska in partizanski odredi Jugoslavije) wurde und mit dieser im Februar 1944 am zweiten Feldzug in Venetien sowie an zahlreichen Partisanenschlachten wie den Angriffen bei Baška grapa und Črni Vrh in der Primorska teilnahm. Im Februar 1945 wurde er Chef des Stabes des IX. Korps und beteiligte sich an der Befreiung von Tržič und Gradež, wo er als einer der ranghöchsten Offiziere der Partisanenarmee mit Vertretern der Alliierten Armee zusammentraf. Nach der Befreiung von Triest war er Kommandant des Militärbezirks Triest, ehe er am 6. Juli 1945 demobilisiert und zum Nationalhelden erklärt.
Nach dem Krieg arbeitete Jakopič als politischer Aktivist in der Primorska und in der Stadtgemeinde Maribor sowie anschließend als Leiter der Organisationsverwaltung des Zentralkomitees des Bundes der Kommunisten Sloweniens ZKS (Zveza Komunistov Slovenije). Er gehörte von 1948 bis 1968 dem ZK der ZKS als Mitglied an und war zwischen 1954 und 1962 Sekretär des ZKS-Komitees der Stadtgemeinde Koper, der einzigen Seehafenstadt Sloweniens, und war zudem von 1958 bis 1969 Mitglied des ZK des Bundes der Kommunisten Jugoslawiens BdKJ (Savez komunista Jugoslavije). Nachdem er zwischen 1962 und 1963 Präsident und Sekretär des Hauptkomitees des Sozialistischen Bundes der Werktätigen Sloweniens SZDL (Socialistična zveza delovnega ljudstva Slovenije) war, fungierte er von 1963 bis 1966 als Organisationssekretär des ZK der ZKS.
1966 wurde Albert Jakopič als Nachfolger von Miha Marinko Sekretär und Präsident des Präsidiums des ZK der ZKS, wodurch er bis zu seiner Ablösung durch France Popit im Dezember 1968 Parteichef in der Sozialistischen Republik Slowenien war. Er war zwischen 1967 und 1969 auch Mitglied des Präsidiums des BdKJ und fungierte im Anschluss von 1968 bis 1973 als Politischer Kommissar des Generalstabes des Allgemeinen Volkswiderstands der Sozialistischen Republik Slowenien, der Territorialen Verteidigung der Republik Slowenien. Er war außerdem Abgeordneter der Bundesversammlung der SJRJ und der Volksversammlung der Sozialistischen Republik Slowenien sowie Präsident des Hauptkomitees des Verbandes der Vereinigungen von Kämpfern für die Werte des Nationalen Befreiungskrieges Sloweniens ZZB NOB Slovenije (Zveza združenj borcev za vrednote NOB Slovenije). Er veröffentlichte seine Memoiren aus den Partisanenjahren mehrfach und war Herausgeber beziehungsweise Autor einiger wichtiger Publikationen über die NOB in Slowenien.
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Einzelnachweise
Kategorie:Abgeordneter (SR Slowenien) Kategorie:Politiker (Jugoslawien) Kategorie:BdKJ-Mitglied Kategorie:Person (jugoslawischer Widerstand 1941–1945) Kategorie:Jugoslawe Kategorie:Geboren 1914 Kategorie:Gestorben 1996 Kategorie:Mann
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