Elisabeth Strowick (* 1967) ist eine deutsche Literaturwissenschaftlerin und Professorin sowie Leiterin des Fachbereichs Germanistik an der New York University; ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen Literaturtheorie, Psychoanalyse, Ästhetik und Poetik des Wissens.
Leben Strowick wurde an der Universität Hamburg promoviert und habilitierte sich an der Universität Basel. Vor ihrem Wechsel an die New York University war sie Professorin für Germanistik und Geisteswissenschaften an der Johns Hopkins University, leitete dort den Fachbereich für deutsche und romanische Sprachen und Literaturen und war eine der Leiterinnen des Max-Kade-Zentrums für modernes deutsches Denken. Seit 2016 wirkt sie an der New York University, an der sie den Fachbereich für Germanistik leitet. Gastprofessuren führten sie an die Yale University, Vanderbilt University, Freie Universität Berlin, das Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin, die Universität Hamburg sowie die Universitäten Zürich und Basel. Sie wurde mit dem Feodor-Lynen-Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung gefördert.
Wirken Strowicks Forschung verbindet literaturtheoretische, kulturwissenschaftliche und psychoanalytische Blickwinkel und befasst sich mit der deutschsprachigen Literatur vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Frühe Arbeiten umfassen Passagen der Wiederholung: Kierkegaard – Lacan – Freud (1999) und Sprechende Körper – Poetik der Ansteckung (2009). Mit Gespenster des Realismus. Zur literarischen Wahrnehmung von Wirklichkeit (2019) profilierte sie den Realismus als epistemische Konstellation der Wahrnehmung. Als Herausgeberin verantwortete sie gemeinsam mit Ulrike Vedder den Band Wirklichkeit und Wahrnehmung. Neue Perspektiven auf Theodor Storm. In jüngeren Projekten arbeitet sie an einer Literary Scale Critique und liest Thomas Manns Der Zauberberg als Roman des Anthropozäns. Sie engagiert sich zudem in öffentlichen Kulturformaten. Strowick war außerdem Gastwissenschaftlerin im Programm The Foundations of Value and Values der Denkfabrik The New Institute in Hamburg.
Schriften (Auswahl) Passagen der Wiederholung. Kierkegaard, Lacan, Freud. Meztler, Stuttgart 1999. ISBN 978-3-476-45225-2 Sprechende Körper. Poetik der Ansteckung. Performativa in Literatur und Rhetorik. Fink, München 2009. ISBN 978-3-7705-4475-2 Gespenster des Realismus. Zur literarischen Wahrnehmung von Wirklichkeit. 2019. ISBN 978-3-7705-6366-1
Herausgeberschaft Mit Stefan Börnchen und Georg Mein: Jenseits von Bayreuth. Richard Wagner heute. Neue kulturwissenschaftliche Perspektiven. Fink, Stuttgart 2014. ISBN 978-3-7705-5686-1 Mit Ulrike Bergermann: Weiterlesen. Literatur und Wissen. transcript. Verl. 2015. ISBN 978-3-8394-0606-9 Mit Tanja Nusser: Rasterfahndungen. Darstellungstechniken, Normierungsverfahren, Wahrnehmungskonstitution. transcript. Verl. 2015. ISBN 978-3-8394-0154-5
Einzelnachweise
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