Das ehemalige Jugendheim Huchting der Hitlerjugend, Obervielander Straße 80–82, in Bremen-Huchting, Ortsteil Sodenmatt, wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gebaut. Es wird aktuell (2026) als Teil der Bezirkssportanlage Huchting und als Sport-Gaststätte genutzt.

Das Gebäude steht seit 2025 unter bremischem Denkmalschutz.

Geschichte Die zwei eingeschossigen, verklinkerten Gebäude mit sehr steilen Walmdächern wurden 1939 nach Plänen von Friedrich Heuer für die Hitlerjugend von Huchting gebaut. Das Äußere der Gebäude ist weitgehend erhalten. Die Eichenbalken der gerahmten Eingangstüren erhielten Schnitzwerke, vermutlich von dem Künstler Theodor Schultz-Walbaum (1892–1977). Bremen plante um die 30 Neubauten für die HJ, von denen nur zwei realisiert wurden. Die beiden Gebäude dienten der männlichen HJ und dem Bund Deutscher Mädel (BDM).

Die HJ war die nationalsozialistische Jugendorganisation für Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren mit einer Zwangsmitgliedschaft seit 1936. Der BDM war ein Zweig in der HJ.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Gebäude zunächst als Mädchenwohnheim genutzt und 1951 deshalb umgebaut. Ab 1972 waren die Gebäude nach weiteren Umbauten Teil der Bezirkssportanlage Huchting als Vereinshaus des TuS Huchting und des FC Huchting sowie einer Sport-Gaststätte.

Das Landesamt für Denkmalpflege Bremen befand: „… Die HJ-Heime in Huchting sind ein bedeutendes Zeugnis nationalsozialistischer Jugendpolitik und Architektur. Sie dokumentieren die Gleichschaltung und ideologische Prägung der Jugend im ‚Dritten Reich‘ ….“

Literatur Andreas Fetchenhauer: Huchting 1860–1945. Ein photographischer Streifzug, Bremen 2000.

Einzelnachweise

Kategorie:Huchting (Bremen) Kategorie:Kulturdenkmal in Bremen Kategorie:Umgenutztes Bauwerk in Bremen Kategorie:Erbaut in den 1930er Jahren