mini|hochkant=2.0|Ansicht von Osten (2022) Der Landsitz der Familie Stettler ist ein barocker Landsitz in Köniz, Schweiz. Der bis 1754 errichtete Putzbau ist als «schützenswert» in das Bauinventar des Kantons Bern eingetragen.
Geschichte Der Landsitz wurde zwischen 1700 und 1724 durch den welschbernischen Vogt zu Bonmont und Salzkassaverwalter Samuel Stettler (1667–1748) errichtet. Erbe war der Sohn Johann Karl (1703–1778), Landvogt zu Bipp sowie Salzdirektor. Der Enkel Karl Ludwig (1741–1798) erweiterte den Bau um 1790 um eine Fensterachse. Er kam 1798 als bernischer Oberst in der Schlacht bei Neuenegg ums Leben. Jüngere Umbauten wurden unter anderem um 1990 ausgeführt.
Der «beachtliche barocke Landsitz» mit «personengeschichtlicher Bedeutung» wurde 2014 als «schützenswert» in das kantonale Bauinventar eingetragen und im Juli 2020 durch den Kanton vertraglich unter Schutz gestellt.
Lage und Beschreibung Das Bauwerk liegt an der «Sägestrasse 66» nordwestlich des Zentrums von Köniz. Hinter ihm steigt ein kleines Waldstück stark an. Der ehemals grosse Park ist stark verkleinert.
Der querrechteckige zweigeschossiger Bau trägt ein geknicktes Walmdach. Die fünfachsige Hauptfront wurde, noch ablesbar, nordseitig um eine Achse erweitert. Die Fenster sind geteilt und haben Läden. Das Portal hat eine geschweifte Verdachung und eine Tür im Louis-quatorze-Stil. Die zweiarmige Freitreppe trägt ein Geländer aus Schmiedeeisen. Das Eckzimmer an der Südwesteck wurde später zu einem dreigeschossigen Turm erweitert. Rückseitig ist eine Laube angebaut. Durch die Hanglage bedingt ist der ostseitig Kellersockel hoch und die Gartenanlage mit Böschungsmauern gefasst. Auf der Nordseite ist ein barocker Schalenbrunnen in einer breiten Mauernische angelegt.
Siehe auch Liste der Kulturgüter in Köniz Berner Campagne
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