mini|Interview Henk Kuipers, Clubchef (ab Minute 2:00, niederländisch) No Surrender MC war ein niederländischer Motorradclub. Die Vereinigung wurde im Februar 2013 von „de General“ Klaas Otto (auch „Captain World“), einem ehemaligen Vorstandsmitglied des Satudarah MC, gegründet. Der Club wird unter anderem von der nationalen Polizei als eine Outlaw Motorcycle Gang, auch 1%MC genannt, eingestuft und ist im Juni 2019 in den Niederlanden gerichtlich verboten worden. In Deutschland ist er noch aktiv.
Entstehung Der Motorradclub soll aus Unzufriedenheit mit der Politik des Satudarah MC gegründet worden sein. Eine Anzahl von Mitgliedern des ehemaligen Satudarah-Chapters „Ciganos“ sowie einige ehemalige Mitglieder der Hells Angels waren ebenfalls an der Gründung beteiligt. Willem Holleeder war bis April 2013 Vizepräsident des Chapters in Amsterdam. Sergeant-at-Arms (Ordner) desselben Chapters war der Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Dick Vrij. Präsident war Willem van Boxtel.
Im Januar 2014 wurde bekannt gegeben, dass Henk Kuipers, ein ehemaliger Anführer des Satudarah MC, zusammen mit etwa 25 weiteren Mitgliedern und 50 Support-Mitgliedern zu No Surrender gewechselt war. Der Grund hierfür war nicht völlig klar. Gründer und Anführer Klaas Otto bekleidete die Funktion des „Generals“. In dieser Funktion stand er an der Spitze des nationalen Vorstands des Motorradclubs. Dieser Rat leitet die verschiedenen „Chapters“ (Abteilungen) des Clubs. Otto verließ den Club im März 2015, weil er mit der Polizei sprechen wollte – etwas, das nach den Clubregeln strengstens verboten ist. Kurz zuvor war ihm im belgischen Poppel von einem Geschäftspartner in den Nacken geschossen worden. Im Juni 2015 kehrte Otto in der Funktion des „Generals“ zurück. Im Februar 2016 verließ er den Club endgültig. Der im Jahr 2014 gewechselte Henk Kuipers war einer der drei „World Captains“ und wurde als neuer Anführer und Nachfolger von Klaas Otto angesehen.
Vorkommnisse Am 13. Januar 2017 führte die Polizei eine Razzia im Clubhaus des Chapters in Emmen durch. Nach Angaben der Justiz wurde aus dem Clubhaus heraus mit harten und weichen Drogen gehandelt. Seitdem ist der Motorradclub kurz hinter die deutsche Grenze nach Haren (Ems) umgezogen.Angst vor dem Totenkopf - Holland-Rocker drängen nach Deutschland in Stern vom 26. Januar 2017
Im Juli 2018 traten Kuipers sowie etwa 40 weitere Mitglieder aus dem Club aus. In einer Reaktion ließ der Club verlauten: „Ab heute haben wir beschlossen, von Henk Kuipers und den nun mit ihm ausgeschiedenen Nationals Abstand zu nehmen. Diese Entscheidung wurde getroffen, da wir uns von seiner Politik distanzieren wollen. Niemand verlässt den Club in bad standing. Dies ist eine einvernehmliche Entscheidung.“
Am 7. Juni 2019 wurde der Motorradclub durch ein niederländisches Gericht verboten. Nach Ansicht des Gerichts in Assen stellt der Motorradclub eine Gefahr für die öffentliche Ordnung dar. No Surrender hatte in den Niederlanden zu diesem Zeitpunkt 900 Mitglieder und dreißig Chapters.
Am 1. Februar 2026 geriet der Club erneut in die deutschen Schlagzeilen, als die Polizei zusammen mit LKA und BKA mit zusammen 150 Kräften eine Großkontrolle bei Berschweiler durchführte. Diese stand im Zusammenhang mit einer Feier des „SINTI“-Chapters des No Surrender MC, die in dem Ort stattfinden sollte. Es wurden rund 120 Menschen und Fahrzeuge, darunter auch einen Reisebus kontrolliert. Zu der Feier waren Gäste aus mehreren Ländern angereist, unter anderem aus den Niederlanden und aus Nordrhein-Westfalen.Großkontrolle bei Motorradclub-Feier: 150 Polizisten im Einsatz in Trierischer Volksfreund vom 2. Februar 2026 Jedoch wurden nur sehr wenige Verstöße festgestellt. Die Kontrollen verlief friedlich und kooperativ und lediglich einmal Trunkenheit im Straßenverkehr sowie ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde festgestellt.Welche Verstöße bei der Kontrolle nahe Freisen ans Licht kamen in Saarbrücker Zeitung vom 3. Februar 2026
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