Michael Moser (* 1959 in Graz/Steiermark) ist ein österreichischer Cellist, Komponist und Klangkünstler.

Leben Moser hatte ab dem siebenten Lebensjahr Cellounterricht in der Begabtenklasse der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz bei Hildgund Posch. Nach der Matura studierte er Architektur an der Technischen Universität Wien. Parallel setzte er die Celloausbildung in Graz und an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Tobias Kühne und Rudolph Leopold fort. Seine Magisterarbeit über das Cello im elektronischen Raum schrieb er bei Dieter Kaufmann.

Bereits während des Studiums beschäftigte er sich mit verschiedenen Formen zeitgenössischer Musik, der Komposition, Improvisation, Theater- und Filmmusik und Performance und dem Einsatz von Live-Elektronik. In den 1980er Jahren war er Mitglied verschiedener Improvisationsgruppen. Mit Werner Dafeldecker gründete er 1993 das Ensemble Polwechsel (mit den Perkussionisten Burkhard Beins und Martin Brandlmayr), für das seine ersten Kompositionen entstanden. Weitere Ensembles sind das Trio Amos (mit Vera Fischer, Flöte und Krassimir Sterev, Akkordeon) und das Duo Alexander Babikov & Michael Moser. Auf seine Anregung entstanden zahlreiche Kompositionen für Cello solo von Komponisten wie Bernhard Lang, Isabel Mundry, Peter Ablinger, Alvin Lucier, Klaus Lang, Michael Maierhof, Silvia Fomina, Beat Furrer, Clemens Gadenstätter, Hans Zender, Pauline Oliveros, Phill Niblock, Rolf Julius, Christoph Ogiermann und Peter Jakober, die er u. a. im Rahmen von Wien Modern und Klangspuren Schwaz zur Aufführung brachte. Bei den Donaueschinger Musiktagen 2005 spielte er den Solopart in der Uraufführung von Bernhard Langs Double/Schatten mit Dimitrios Polisoides und dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg unter Leitung von Sylvain Cambreling.

Als Solist und Kammermusiker war er Gast bei Festivals in Europa, Japan und den USA. Auf dem Gebiet der Improvisationsmusik arbeitete er als Interpret und Komponist u. a. mit Tony Oxley, Elliott Sharp, Otomo Yoshihide, Axel Dörner, Christian Fennesz, Wolfgang Musil, John Butcher, Martin Brandlmayr, Burkhard Beins, Martin Siewert, Sam Auinger, Giuseppe Ielasi, Chiyoko Szlavnics, John Tilbury, Heiner Goebbels, Tony Buck, Keith Rowe, Hans Koch, David Moss, Merzbow und Boris Hegenbart zusammen.

Erste Klanginstallationen entwickelte Moser mit Wolfgang Musil. Als Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD realisierte er 2008 die Konzert- und Klanginstallation Resonant Cuts in der singuhr-hoergalerie. 2011 schuf er für Klangraum Krems in der Minoritenkirche die Klanginstallation Antiphon Stein. Es folgten die Installationen Retiraden für die Ausstellung Das Letzte im Leben in der Innsbrucker Hofburg (2015) und Membranes Only für Wien Modern in der Galerie FOX (2018), beide in Zusammenarbeit mit Nik Hummer.

Quellen singuhr hoergalerie: Michael Moser Wien Modern: Michael Moser ORF musikprotokoll: Michael Moser EMDoku Internationale Dokumentation Elektroakustischer Musik: Michael Moser mica Musikdatenbank: Michael Moser

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