Adelheid Charlotte Dorothea Schimz (* 3. Januar 1889 in Calbe (Saale); † nach 1933) war eine deutsche Malerin, Grafikerin und Illustratorin.

Leben Adelheid Schimz wurde am 3. Januar 1889 in Calbe (Saale) als Tochter des Konrektors und späteren Direktors der städtischen Schule Calbe (Saale) Alfred Carl Maximilian Schimz (1852–?) und der Mathilde Sophie Johanna Alice Schimz (1859–?), geborene Rettberg, geboren. Sie hatte drei Geschwister; ihre Schwester Alice Hell-Schimz wurde ebenfalls Grafikerin.

Schimz studierte von 1906 bis 1915 an der Königlichen Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe (heute: Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig) u. a. bei Hugo Steiner-Prag. 1912 wurde sie für den Entwurf von Siegelmarken für die Bugra lobend erwähnt. 1914 erhielt sie für ihre grafische Arbeit eine silberne Preismünze als Auszeichnung.

Ab 1916 betrieb sie zusammen mit ihrer Schwester Alice in Leipzig, Burgstr. 26, ein Atelier mit Privatschule für angewandte und freie Kunst. Sie war Mitglied im Bund Deutscher Gebrauchsgrafiker.

Adelheid Schimz heiratete um 1929 den Rechtsanwalt F. Lüttich und ist im Leipziger Adressbuch bis 1933 unter dem Namen Schimz-Lüttich in der König -Johann-Str. 26 als Malerin zu finden. Über ihren weiteren Lebensweg ist bisher nichts bekannt.

Beteiligung an Ausstellungen (Auswahl)

1923 in Leipzig, Ausstellung der Ortsgruppe Leipzig des Bundes Deutscher Gebrauchsgrafiker. In den Leipziger Neuesten Nachrichten heißt es dazu: „Von den bekannteren Kräften...seien genannt...die Schwestern Schimz, deren grafische Begabung und dekorativer Geschmack bekannt sind.“

Werke (Auswahl)

Buch-Illustrationen.: Sturmgebraus, Erzählung für junge Mädchen aus dem Kriegsjahr 1915, Autorin Bertha Clement, Die Einbanddecke zeichnete Adelheid Schimz, den Buchschmuck Martha Sachse-Schubert, Leipzig, 1916, Interimverlag Adriaan van den Broecke Die wir mitkämpfen : Erzählung für junge Mädchen und ihre Mütter, Autorin: Johanna Klemm. Die Einbanddecke zeichnete Adelheid Schimz, die Vollbilder Eva Schmidt, Leipzig, 1916, Interim-Verlag Der Seelenvogel, Die Geschichte eines Widmungsexemplars, Autor: Fedor von Zobeltitz, Adelheid Schimz zeichnete den Titel und die 25 Textbilder, Weimar, 1920, Gesellschaft der Bibliophilen Bekenntnisse einer schönen Seele (nach d. Aufzeichn. d. Susanna von Klettenberg), Autor: Johann Wolfgang von Goethe, die Silhouetten zum Titelblatt und Umschlag entwarf Adelheid Schimz, Stuttgart, Heilbronn, 1921, W. Seifert Plauderbuch für Musik-Freunde, Autor: Richard Euringer, Die Federzeichnungen zum Text und Umschlag entwarf Adelheid Schimz, Heilbronn, 1923, Seifert Ein Winteridyll, Autor: Karl Stieler. Mit 8 farbigen Lithografien von Adelheid Schimz, Leipzig, 1924, J. Singer Das Muckhäslein: Eine lustige Kaninchengeschichte, Verse: Albert Sixtus. Mit Bildern von Adelheid Schimz, Leipzig, 1924, Hegel & Schade

Weitere Arbeiten:

3 Reklamemarken für die Bugra Verschiedene Ex Libris, wie z. B. das der Königlichen Akademie Leipzig: ‘Das gekrönte Wappen‘ oder eines für Alice Thiemer.

Weblinks Adelheid Schimz bei UN/SEEN

Einzelnachweise Schimz Adelheid. In: Leipziger Adressbuch 1917, Teil 2, S. 50: Schimz, Adelh. und Alice, Kunstwerkstatt Schimz Adelheid. In: Handbuch des Kunstmarktes: Kunstadressbuch für das Deutsche Reich, Danzig und Deutsch-Österreich, 1926, S. 627 Schimz Adelheid. In: Die Werkstatt der Kunst, XI. Jahrgang, Nr. 42 vom 29.07.1912, S. 583 Schimz-Lüttich,A. In: Leipziger Adressbuch 1933, Teil 2, S. 229: Schimz-Lüttich, A. Stadtarchiv Leipzig, Leipziger Neueste Nachrichten vom 1. Februar 1923 DNB Information DNB Information DNB Information DNB Information DNB Information DNB Information DNB Information DNB Information

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