mini|hochkant|Ölgemälde von Michiko Yokoyama 1913 des Malers Wada Eisaku Yokoyama Michiko (, wirklicher Name: Kuroda Kameyo (); geboren 27. Juli 1905In anderen Quellen werden auch 1895 und 1901 als Geburtsjahr angegeben. in Onomichi, Präfektur Hiroshima; gestorben 30. September 1986) war eine japanische Schriftstellerin von populärer Kinder- und Jugendliteratur. Sie war verheiratet mit dem Schriftsteller und Herausgeber Yokoyama Hisaatsu.
Leben Michiko wurde 1905 in Onomichi in der Nähe des heutigen Kasai-Krankenhauses geboren. Sie besuchte die Mädchenschule Onomichi und ging danach nach Tokio. Bereits in jungen Jahren hatte sie Märchen als Beiträge an die Shōjo no Tomo () gesendet. 1934 erhielt sie für Midori no chiheisen (, etwa: Grüne Horizontlinie) den Preis der Asahi Shimbun Ōsaka. Das Buch wurde 1935 unter der Regie von Abe Yutaka für Nikkatsu verfilmt und 1962 als Fernsehproduktion von Nippon Terebi Hōsōmō wieder aufgelegt.
Ihr Buch Ii ko tsuyoi ko (, etwa: Gutes Kind, starkes Kind) wurde während des Krieges 1939 als einer der ersten japanischen Animationsfilme von Masaoka Kenzō unter dem Titel Kumo to Chūrippu (, etwa: Spinne und Tulpe) verfilmt.
Michiko schrieb eine Vielzahl von Mädchenromanen (, Shōjo shōsetsu) , aber auch Erziehungsbücher wie Nobiyuku kodomo (, etwa: Kinder, die erwachsen werden) oder Kō shikaru kō homeru (, etwa: Wie tadeln, wie loben). Zusammen mit Noguchi Ujō u. a. gründete und leitete sie die Märchenzeitschrift Kane no fune (, etwa: Goldschiff).
Arashi no Sayokyoku (, etwa: Sturm-Serenade) wurde von 1929 bis 1930 als Serie in der Shōjo no Tomo veröffentlicht. Danach legte der Verlag Kōdansha es als Buch vor. Es entwickelte sich zu einem Bestseller, sodass der Verlag scherzhaft davon sprach, dass das Verlagsgebäude aufgrund des Erfolgs dieses Buches gebaut werden konnte. Michikos Werke wurden von Zeitgenossen wie etwa Muraoka Hanako auch vielfach für ihren Sentimentalismus und einen banalen, am Geschmack der Masse orientierten Stil kritisiert. Nichtsdestotrotz genoss Michiko, auch dank der Kritik, eine große Popularität.
Michikos älteste Tochter war Yamawari Yuriko (1918–2019), Anglistin an der Jissen-Frauenuniversität. Ihre dritte Tochter Yokoyama Haruhi war Ballerina und Choreographin.
Werke (Auswahl) mini|Versammlung von Schriftstellerinnen zum 3. Todestag von Fumiko Hayashi. Vordere Reihe von links an: Koyama Itoko, Morita Tama, Mutter von Hayashi Fumiko, Mikawa Kiyo, Kawakami Kikuko, Enchi Fumiko, Ōta Yōko; hintere Reihe von links an: Uno Chiyo, Ōtani Fujiko, Miyake Tsuyako, Jō Natsuko, Tsuboi Sakae, Hirabayashi Taiko, Yuki Shigeko, Muraoka Hanako, Yokoyama Michiko, Sata Ineko, Shibaki Yoshiko, Itagaki Naoko, Ōhara Tomie, Abe Mitsuko, Mine Yukie, Mori Mochio 1925 Seimei no hana shishū (, etwa: Blumen des Lebens Gedichtsammlung) 1929 Shōjo no michi (, etwa: Der Mädchen Weg) 1930 Arashi no Sayokyoku (, etwa: Sturm-Serenade) 1939 Ii ko tsuyoi ko (, etwa: Gutes Kind, starkes Kind) 1941 Kokumin shindōwa (, etwa: Neue Volksmärchen) 1946 Nobiyuki kodomo wakaki haha to kyōshi ni okuru (, etwa: Kinder, die erwachsen werden - Handreichung für junge Mütter und Erzieher) 1953 Yamanari (, etwa: Das Grollen der Berge) 1956 Hana monogatari (, etwa: Blumen-Erzählung) 2003 Kurenai bara no yume (, etwa: Der Traum der roten Rose)
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Anmerkungen
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (Japanisch) Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Japaner Kategorie:Geboren 1905 Kategorie:Gestorben 1986 Kategorie:Frau Kategorie:Schriftsteller (Tokio)