August Wilhelm Gottlob Freiherr von Feilitzsch (* 25. August 1814 in Hof (Saale); † 3. November 1889 in Augsburg) war ein bayerischer Generalmajor.

Leben Herkunft August entstammte dem 1. Ast der I. Linie des Adelsgeschlechts von Feilitzsch. Er war das zehnte von elf Kindern des Gutsbesitzers Friedrich von Feilitzsch (1767–1819) und dessen zweiter Ehefrau Maria, geborene Wenz zu Niederlahnstein (1776–1864).

Militärkarriere Feilitzsch besuchte das Kadettenhaus in München und wurde am 6. August 1833 als Junker im 1. Artillerie-Regiment der Bayerischen Armee angestellt. Er avancierte Ende Oktober 1835 zum Unterleutnant, rückte Anfang April 1848 zum Oberleutnant auf und war ab dem 25. Mai 1848 Adjutant des Brigadiers der Artillerie. In dieser Stellung wurde Feilitzsch Ende Juni 1850 zum Hauptmann befördert. Nach dem Tod des Brigadiers Carl Weishaupt lehrte er bis 1855 Kriegswissenschaft am Münchner Kadettenhaus und trat anschließend zu seinem Stammregiment in den Truppendienst zurück. Mit der Bildung des 4. Artillerie-Regiments war Feilitzsch kurzzeitig in diesem Verband tätig, wurde aber bereits einen Monat später am 9. Mai 1859 unter Beförderung zum Major in das 2. Artillerie-Regiment „Lüder“ versetzt. In dieser Eigenschaft erhielt er am 10. November 1860 die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der Insignien als Ehrenritter des preußischen Johanniter-Ordens.Bayerisches Kriegsministerium (Hrsg.): Verordnungs-Blatt. Nr. 23 vom 28. November 1860, S. 145.

Nach der Mobilmachung anlässlich des Deutschen Krieges wurde Feilitzsch am 18. Juni 1866 zum Oberstleutnant befördert und nahm mit seinem Regiment am Mainfeldzug gegen Preußen teil. Für sein Wirken verlieh ihm König Ludwig II. durch Armeebefehl vom 20. September 1866 das Ritterkreuz 1. Klasse seines Militärverdienstordens.Bayerisches Kriegsministerium (Hrsg.): Verordnungs-Blatt. Nr. 59 vom 23. September 1866, S. 422. Im folgenden Krieg gegen Frankreich bildete sein Regiment 1870/71 die Korpsartillerie des II. Armee-Korps und war in die Schlachten bei Wörth, Sedan sowie den Belagerungen von Paris und Belfort eingebunden. Durch Armeebefehl vom 16. Juli 1871 erhielt er nach dem Friedensschluss eine Belobigung und wurde am 13. November 1871 zum Oberst befördert.Bayerisches Kriegsministerium (Hrsg.): Verordnungs-Blatt. Nr. 43 vom 16. Juli 1871, S. 356.

Aus gesundheitlichen Gründen reichte Feilitzsch seinen Abschied ein, der ihm am 19. März 1873 gewährt wurde. Nach seiner Verabschiedung erhielt er am 24. März 1885 noch den Charakter als Generalmajor.

Familie Feilitzsch verheiratete sich am 20. Mai 1856 mit Ida von Froelich (1832–1887). Aus der Ehe gingen die beiden Söhne Friedrich (* 1857) und Otto (* 1867) sowie die Töchter Fanny (* 1860) und Sophie (* 1863) hervor. Sophie heiratete 1884 den späteren bayerischen Generalmajor Ludwig von der Tann-Rathsamhausen (1850–1928).

Literatur Joseph Karl Brennfleck: Das Königlich Bayerische 2. Feldartillerie-Regiment Horn. Erster Band: Von der Errichtung im Jahre 1824 bis zum Weltkrieg. Verlag Max Schick, München 1939, S. 404. Wilhelm von Feilitzsch: Geschichte und Genealogie der Freiherrlichen Familie von Feilitzsch. Verlag W. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1875, S. 131. (Digitalisat) Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. 1920. Siebzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1919, S. 214.

Einzelnachweise

Kategorie:Generalmajor (Bayern) Kategorie:Person im Deutschen Krieg Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg Kategorie:Träger des Bayerischen Militärverdienstordens (Ritter I. Klasse) Kategorie:Ehrenritter (Johanniterorden) Kategorie:Artillerist (Bayern) August Kategorie:Freiherr Kategorie:Bayer Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1814 Kategorie:Gestorben 1889 Kategorie:Mann