mini|Edward W. Schmidt Edward William Schmidt (* 26. November 1866 in Decorah, Iowa; † 9. August 1955 in Chicago, Illinois) war ein US-amerikanischer Hochschullehrer. Der studierte Altphilologe war am St. Olaf College als Professor für Biologie und am Red Wing Seminary, dem er von 1910 bis 1917 als Hochschulpräsident vorstand, als Professor für Theologie tätig. Darüber hinaus veröffentlichte er Arbeiten zur Geologie des südlichen Minnesota.
Biographie Schmidt wurde in Decorah als Sohn des deutschamerikanischen Theologen Friedrich August Schmidt, der am dortigen Luther College lehrte, geboren. Er besuchte von 1878 bis 1880 die Akademie in Monona und nahm in diesem Jahr ein Studium der Gräzistik am Northwestern College in Watertown auf, das er ab 1883 an der Universität von Wisconsin in Madison fortsetzte. 1887 erwarb er dort einen Bachelorabschluss und graduierte zwei Jahre später mit einer Arbeit über Platons Phaidon als Master of Arts mit Auszeichnung. 1888 trat er ein Theologiestudium am Northfield Seminary an, legte jedoch kein theologisches Examen ab.
1890 wurde er als Lehrbeauftragter für Mathematik und Physik am St. Olaf College eingestellt, wechselte jedoch schon im nächsten Jahr an das Red Wing Seminary, wo er bis 1904 lehrte. In diesem Jahr wurde er auf die Professur für Biologie des St. Olaf College berufen. Schon 1908 nahm er einen Ruf zurück an das Red Wing Seminary an, wo er die englischsprachige Professur für Theologie erhielt. Er unterrichtete dort Kirchengeschichte und Neues Testament, sowie aufgrund eines Mangels an Lehrkräften auch Biologie und Physische Geographie am angeschlossenen College. 1910 wurde er zum Hochschulpräsidenten des Red Wing Seminary gewählt. Nachdem die Hauge-Synode, eine lutherische Kirche, die Träger des Seminars war, sich 1917 mit zwei weiteren lutherischen Kirchen norwegischer Herkunft zur Norwegian Lutheran Church of America vereinigte, wurden auch deren theologische Seminare konsolidiert. Das Red Wing Seminary wurde daher noch im selben Jahr als theologische Ausbildungsstätte aufgelöst. Schmidt ging zurück an das St. Olaf College, wo er erneut auf seinen alten Lehrstuhl für Biologie berufen wurde. Er lehrte bis zu seiner Emeritierung 1933 an dieser Hochschule.
mini|links|Das Hauptgebäude des St. Olaf College Schmidt betätigte sich neben seiner akademischen Lehre auch als Geologe und untersuchte und kartierte neben der Geologie des südlichen Minnesota auch gut 1.700 Grabhügel der Ureinwohner dieser Gegend. Im Ruhestand veröffentlichte er drei Bücher zu diesen geologischen Forschungen.
Schmidt heiratete 1892 Inga Elizabeth Eisteinsen, die Tochter des Theologen Ingvald Eisteinsen. Das Paar hatte fünf Kinder, von denen der Sohn Frederick I. Schmidt Pfarrer wurde und später Leitungspositionen in der ELC innehatte. Schmidt selbst verstarb 1955 in Chicago.
Schriften
Weblinks
Einzelnachweise
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