Der Vake-Park () ist eine öffentliche Grünanlage im Stadtbezirk Vake der georgischen Hauptstadt Tiflis. Er wurde ab 1946 auf dem Gelände eines ehemaligen Flugplatzes für Segelflieger errichtet und am 1. Mai 1951 offiziell eröffnet. Mit einer Fläche von ursprünglich rund 200 Hektar (heute etwa 160 Hektar) ist er einer der größten Grünflächen in Tiflis.Vake Park
Geschichte Die Planung des Parks begann 1945 unter der Leitung des Architekten Kutschu Dgebuadse. Das dendrologische Konzept wurde von Neli Zizischwili entwickelt. Ziel war die Schaffung eines Grüngürtels zwischen der Tschawtschawadse-Straße und den Hängen des Trialeti-Gebirges (Mtazminda). Zur Vorbereitung des Geländes waren umfangreiche Erdarbeiten sowie die Trockenlegung von Sumpfgebieten erforderlich.Vake Park. Georgian Encyclopedia
Im Jahr 1981 wurde anlässlich des 60. Jahrestages der Georgischen Sozialistischen Sowjetrepublik das „Denkmal des Ruhms“ eröffnet, woraufhin der Park zeitweise in „Siegespark“ (russ. Park Pobedy) umbenannt wurde. Nach der Unabhängigkeit Georgiens kehrte man 1992 zur ursprünglichen Bezeichnung Vake-Park zurück.
Nach der Unabhängigkeit Georgiens gab es wiederholt Pläne, den Vake-Park zu entwickeln. Zuletzt wurde 2013 ein Hotelneubau in der Mitte des Parks durch Proteste verhindert. Auch die Privatisierung des Schildkrötensees war Gegenstand von Debatten. Von 2011 bis 2014 wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt.
Architektur und Gestaltung mini|Blick auf die zentrale Achse, mit dem runden Becken und das Denkmal des Ruhms, 2018 Der Park ist im Stil des Sozialistischen Klassizismus gestaltet. Ein markantes Merkmal ist die Ausrichtung entlang einer Achse: Vom Haupteingang an der Tschawtschawadse-Allee führt eine monumentale Treppenanlage zu einem zentralen Platz mit Springbrunnen und einem runden Becken. Gegenüber vom Haupteingang entlang der Achse liegt das Denkmal des Rums.
Wichtige bauliche Elemente innerhalb des Parks sind:
Denkmal des Ruhms (1981): Ein Denkmalensemble am oberen Ende der zentralen Achse, das an den Sieg im Zweiten Weltkrieg erinnert. Es umfasst eine monumentale Statue sowie das Grabmal des unbekannten Soldaten. Sportstätten: Im südwestlichen Teil befindet sich das Micheil-Meschi-Stadion (ehemals Lokomotive-Stadion), das 1956 eröffnet wurde Freizeit- und Kultureinrichtungen: Der Park verfügt über ein Open-Air-Kino, Spielplätze und gastronomische Einrichtungen Seilbahn: Eine 1966 errichtete Seilbahn verbindet den Park mit dem höher gelegenen Schildkrötensee (Kus Tba)
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Einzelnachweise