mini|Kloster Seedorf, 2010 Gertrudis Käslin OSB (* 5. Oktober 1917 in Beckenried; heimatberechtigt ebenda; † 8. November 2001 in Seedorf) war eine Schweizer Äbtissin der Benediktinerinnen.
Gertrudis Käslin war die Tochter der Katharina geborene Murer und des Landwirts Meinrad Käslin. Sie besuchte die Bäuerinnenschule im Kloster Fahr und trat 1939 in das Kloster Seedorf ein, wo sie zwei Jahre später ihre Profess ablegte.
Käslin wirkte von 1947 bis 1993 als Äbtissin. In dieser Zeit eröffnete sie 1947 eine Haushaltungsschule. Der Bau der Paramentenweberei und -schneiderei erfolgte 1964. Sie veranlasste in ihrer Amtszeit eine Erneuerung der gesamten Klosteranlage. Die Aussenrestaurierung wurde von 1958 bis 1960 durchgeführt, die Renovation der Kirche von 1964 bis 1966 und die Inneneinrichtungen wurden ab 1972 erneuert. Der Neubau des Stalls sowie des Angestelltenhauses wurde 1975 abgeschlossen. Zuletzt konnte 1983 ein neuer Schultrakt errichtet werden. In der Klostergemeinschaft erreichte Käslin eine Vertiefung des benediktinischen Geistes.
Käslin wurde 1968 in den St.-Lazarus-Orden aufgenommen. Sie erhielt 1977 das Ehrenbürgerrecht von Uri sowie zwei Jahre später das der Gemeinde Seedorf.
Literatur Helvetia Sacra, Band III/1, S. 1976. Helmi Gasser: Das Kloster St. Lazarus in Seedorf, UR. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 1987, ISBN 3-85782-404-2. (Reihe Schweizerische Kunstführer, Nr. 404). Urner Wochenblatt. Nr. 45, 1972; Nr. 99, 1977; Nr. 11, 1993; Nr. 81, 2000; Nr. 88, 2001.
Belege
Kategorie:Äbtissin Kategorie:Benediktinerin Kategorie:Person des Christentums (Schweiz) Kategorie:Person (Seedorf UR) Kategorie:Geboren 1917 Kategorie:Gestorben 2001 Kategorie:Frau