Anton Hellmessen (auch Anton Helmessen) (* 23. Mai 1854 in Bezdiekau, Ortsteil von Raudnitz; † 3. April 1930 in Klausen (Südtirol)) war ein deutsch-böhmischer Architekt und Hochschullehrer in Wien, Prag und Innsbruck. Er war ein Vertreter der Reformbewegung Arts and Crafts. BSČZ: Hellmessen Anton 1854–1930 (tschech.) (abgerufen am 29. Januar 2026)

Leben uns Wirken Anton Hellmessen wurde als Sohn des Landvermessers Anton Hellmessen des Älteren (* 1817 in Milevsko) und dessen Ehefrau Hermína, geb. Matzur, in Bezdiekau (Bezděkov , jetzt Ortsteil von Roudnice nad Labem) geboren. Nach dem Architekturstudium an der Deutschen Technischen Hochschule in Prag wirkte er als Architekt in Wien und war Professor an der Kunstgewerbeschule in Graz. Von 1885 bis 1904 war er Lehrer an der Kunstgewerbeschule Prag und an der Akademie der Bildenden Künste Prag (AVU), wo er das Studienfach Perspektivzeichnen unterrichtete.

Zusammen mit Karl Krattner (1862–1926) gründete er den Verein deutscher Bildender Künstler in Böhmen. Ausstellung des Vereins deutscher Bildender Künstlerin Böhmen 1902/03 (abgerufen am 29. Januar 2026) Im Jahr 1904 wurde er zum Direktor der Berufsschule für Holzbearbeitung in Hallein im Bundesland Salzburg ernannt. Von 1906 bis 1912 war er Leiter der Staatsgewerbeschule Anichstraße in Innsbruck. Nach seiner Pensionierung verbrachte er seine letzten Lebensjahre in Südtirol. Seine Frau Gustava Helmessen (* 1864 in Liebenau bei Graz) war Porträt-, Genre- und Elfenbein-Malerin.

In seiner kunstgewerblichen Arbeit förderte er die moderne, ganzheitliche Bewegung von Kunst und Handwerk (Arts and Crafts) und hat architektonische Werke, Skulpturen, Kleinkunstkeramik und Schmuck gestaltet, z. B. auch Entwürfe für Glasgefäße der Harrachschen Glasmanufaktur in Neuwelt (Nový Svět) im Riesengebirge.

Werke (Auswahl) In seiner architektonischen Arbeit konzentrierte er sich auf Denkmäler im öffentlichen Raum: Grabmal des Komponisten und Kapellmeisters Eduard Tauwitz auf dem Friedhof Olšany in Prag (zusammen mit Ignaz Weirich) (1894) Obelisk im Stil der Neorenaissance für die Ärzte Franz Ambrosius Reuß (1761–1830) und August Emanuel von Reuss (1811–1873) in Bad Sauerbrunn (Bílinská kyselka) bei Bilin (zusammen mit Karl Wilfert und Alois Reinitzer) (1898) Denkmal des Juristen und Abgeordneten Franz Schmeykal (1826–1894) in Böhmisch Leipa (1899), nach 1947 abgerissen, die Statue vernichtet, Denkmal des Bildhauers Emanuel Max (1810–1901) am Schlosspark in Bürgstein (1901) (zusammen mit dem Bildhauer Alois Rieber (1876–1944)), Denkmal mit Büste des Komponisten Wenzel Heinrich Veit (1806–1864) in Leitmeritz (zusammen mit Alois Rieber) (1904), 1939 demontiert; nur die Büste von Alois Rieber ist erhalten geblieben und wurde am Stadttheater Litoměřice aufgestellt. Pomník skladatele Václava Jindřicha Veita (tschech.) (abgerufen am 29. Januar 2026)

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Schriften In Prag hielt er als Mitglied des deutschen Vereins zur Förderung von Kultur und Gesellschaft auch Vorträge über Kunsthandwerk und modernes Wohnen: Die k. k. Kunstgewerbeschule in Prag und ihre Lehrziele (1894) – Deutscher Verein zur Verbreitung gemeinnütziger Kenntnisse in Prag Die k.k. Kunstgewerbeschule in Prag (abgerufen am 29. Januar 2026) Das Porzellan (1897) Der neue Stil im Kunsthandwerk (1898) Der neue Stil im Kunsthandwerk (abgerufen am 29. Januar 2026) Moderne Wohnräume (1899) – über modernes Wohnen und Wohnarchitektur Moderne Wohnräume (abgerufen am 29. Januar 2026) In seinen publizistischen Arbeiten in der Architekturzeitschrift „Deutsche Arbeit“ (ab 1905) kritisierte er Historismus und Jugendstil und sprach sich für eine rationale Architektur im Sinne der Werke von Gottfried Semper oder Otto Wagner aus.

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Einzelnachweise

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