mini|La Revue universelle vom 1. April 1920 La Revue universelle war eine französische Zeitschrift mit monarchistischer Tendenz, die von 1920 bis 1944 in Paris erschien. Sie wurde von 1974 bis 2005 unter dem Namen Revue universelle des faits et des idées wiederbelebt; seit 2005 erscheint eine Zeitung unter dem Namen Nouvelle Revue Universelle.
Geschichte 1920 bis 1944 Die 1920 gegründete Zeitschrift war nationalistisch, royalistisch und katholisch ausgerichtet. Ihre Gründer, Jacques Bainville, der als Direktor fungierte und Henri Massis (Chefredakteur) hatten am 19. Juli 1919 in Le Figaro das Manifest „Pour un parti de l’intelligence“ (Für eine Partei der Intelligenz) veröffentlicht. Auf dieses Manifest nahm die erste Ausgabe vom 1. April 1920 Bezug.
Neben den Gründern gehörten die Philosophen Jacques Maritain und Henri Gouhier, die Schriftsteller Charles Maurras, Maurice Vaussard, Léon Daudet, Thierry Maulnier, Robert Brasillach und der Kritiker André Rousseaux zu den regelmäßigen Autoren. Der Historiker Eugen Weber stellte fest, dass die Rubriken zu Kunst, Literatur und Philosophie stets bemerkenswert gewesen seien; der politische Teil sei dagegen nur ein Abklatsch der L’Action française gewesen.Siehe Literaturliste Weber 1962, S. 503
In den 1930er Jahren zeigte die Revue universelle eine gewisse Unterstützung für autoritäre Regime und insbesondere für den Diktator Salazar. Seit 1930 führte sie jedoch im Zuge der Action française eine permanente Kampagne gegen die deutsche Wiederbewaffnung, die Wiedergeburt des Germanismus und das Aufkommen des Nationalsozialismus. Sie gehört zu den ersten bedeutenden Publikationen, die von Anfang an die Gefahren des Hitlertums und die Unvorbereitetheit der Demokratien angesichts eines unvermeidlichen Konflikts mit Deutschland anprangerten.Siehe Literaturliste Weber 1962, S. 279–285
Stark erschüttert durch die Niederlage Frankreichs, ließ sie sich ab Januar 1941 in Vichy nieder, unterstützte Marschall Pétain und widersetzte sich der Widerstandsbewegung; sie schloss sich den Positionen des Vichy-Regimes an. Neue Autoren wie Pierre Boutang, Raoul Girardet und Jean Arfel, genannt Jean Madiran, kamen hinzu. La Revue universelle verschwand 1944 nach der Befreiung. Die letzte Ausgabe erschien im August 1944 mit einem Leitartikel zur Unterstützung Pétains.
Ausgaben ab 1974 Ab 1974 wurde sie unter der Leitung von François Natter (Künstlername Étienne Malnoux) zur Revue universelle des faits et des idées (Universelle Zeitschrift für Fakten und Ideen). Herausgeber der Publikation war Jean de Beauregard.
Nach Natters Tod im Jahr 2005 übernahm Hilaire de Crémiers die Zeitschrift und benannte sie in Nouvelle Revue Universelle um, deren Herausgeber er ebenso wie bei Politique Magazine ist. Zu den Autoren zählte auch François-Georges Dreyfus.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Zeitung (Frankreich, Erscheinen eingestellt) Kategorie:Monarchismus in Frankreich Kategorie:Ersterscheinen 1920 Kategorie:Erscheinen eingestellt 1944