Die Gutenbergstraße 14 in Weimar ist ein denkmalgeschütztes zweigeschossiges Wohnhaus im Jugendstil.
Geschichte Das Gebäude entstand 1905/06 im Auftrag des Bauunternehmers Gustav Kinne nach den Plänen von Rudolf Zapfe. Kinne hatte auch das Nachbarhaus Gutenbergstraße 16 in Auftrag gegeben, das nahezu gleichzeitig entstand. Auch dieses wurde von Rudolf Zapfe mit Beteiligung seines Bruders Otto Zapfe entworfen. Das vollständig unterkellerte und verputzte Gebäude wurde im Erdgeschoss in Backstein, im Obergeschoss in Holzfachwerk mit gemauerter Vorlage errichtet, wie es zu der Zeit üblich war. Die Straßenfassade ist differenziert gegliedert. Am westlichen, um ein Geschoss erhöhten und mit einem Querdach versehenen Wandfeld sind die einzelnen Geschosse unterschiedlicher Gestalt. Im Erdgeschoss befindet sich ein nur leicht hervortretender kastenförmiger Vorbau, im Obergeschoss ein flachbogiger Fenstererker, im Dachgeschoss ein Drillingsfenster, begleitet von vegetabilen Jugendstilmotiven. Die Dreizahl der Fenster ist auch für die Gestaltung der anderen Fenster an diesem Abschnitt der Fassade primär. Eine mit der weit herausgezogenen Dachflächen geschützte Loggia an der Südostecke ist zu erwähnen. Die auf Konsolen auskragende Fußbodenplatte besitzt eine hölzerne Brüstung. An der östlichen Giebelseite befindet sich schmückendes Sichtfachwerk. Die Dachflächen sind ziegelgedeckt. Der an der Westseite befindliche Hauseingang ist mit einem Glasdach geschützt. Zur Ausstattung gehören die Diele mit zweiläufiger Podesttreppe und Holzverkleidung der Wände, Parkettfußböden und Stuckdecken in den Haupträumen und eine Wandverkleidung mit Fliesen in der einstigen Kellerküche. Das Grundstück wird von einem Eisengitterzaun begrenzt.Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile, E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 734 f.
Einzelnachweise
Kategorie:Kulturdenkmal in Weimar Kategorie:Wohngebäude in Weimar