150px|rechts|rahmenlos|Logo der Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo. mini|Olympiastadion in Mailand – einer der Austragungsorte der Eröffnungsfeier mini|Olympische Ringe bei der Eröffnung in Mailand Die Eröffnungsfeier der XXV. Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo fand am 6. Februar 2026 im Olympiastadion Mailand sowie in der Partnerstadt Cortina d’Ampezzo und in den Skiorten Predazzo und Livigno statt. Zusammen mit der Schlussfeier bildete sie die zeitliche Umrahmung der Olympischen Winterspiele.
Erstmals in der olympischen Geschichte wurden zwei Olympische Feuer entzündet.
Ablauf Beginn der Feier und Hissen der italienischen Flagge Die Zeremonie begann am 6. Februar 2026 um 20 Uhr Ortszeit (MEZ). Der Regisseur war Marco Balich.
Zunächst traten Tänzerinnen und Tänzer der Mailänder Scala sowie Matilda De Angelis auf. Ein Auftritt der im Jahr 2021 verstorbenen Raffaella Carrà wurde dargestellt, bevor Mariah Carey den Titel Nel blu, dipinto di blu sang. Hernach fuhr Valentino Rossi den italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella virtuell mit einer Mailänder Straßenbahn ins San Siro. Es folgte eine Modeschau bei der die weiblichen Models Hosenanzüge in den drei Farben der italienischen Nationalflagge trugen, die von dem kürzlich zuvor verstorbenen Modeschöpfer Giorgio Armani entworfen worden waren. Der Auftritt leitete über zum Hissen der italienischen Flagge, zugleich an beiden Austragungsorten. Im Anschluss sang Laura Pausini die Nationalhymne im San Siro, während in Cortina zeitgleich ein Chor sang. Zum Abschluss des ersten Abschnittes der Eröffnungsfeier spielte der Violinist Giovanni Andrea Zanon auf einer Stradivari, begleitet von einer Vielzahl an Tänzern, während am Stadiondach fünf große Ringe aufeinander zu schwebten und die Olympischen Ringe bildeten.
Einmarsch der Nationen und Fahnenträger
Es folgte der Einmarsch der teilnehmenden Nationen. Die Athleten liefen zeitgleich in den Orten Mailand, Cortina d’Ampezzo, Livigno und Predazzo ein. Hierfür gab es eine Livekonferenz zwischen den Städten. Traditionell war die griechische Mannschaft die erste Delegation. Danach folgte der Einmarsch der Nationen in alphabetischer Reihenfolge der Sprache der Gastgebernation, Italienisch. Italien betrat als Gastgeber als letzte Nation das Olympiastadion. mini|Rede der IOC-Präsidentin Kirsty Coventry
Showacts, Reden und Eröffnung der Spiele Nach einem Einspieler, bei dem die italienische Schauspielerin Sabrina Impacciatore im Comic-Stil durch eine Zeitreise der olympischen Geschichte führte, folgte eine Choreografie mit ihr und zahlreichen Tänzern mit dem Titel „Zeitreise“. Als Überleitung zu den Reden zeigte die Schauspielerin Brenda Lodigiani am Rednerpult bei einer inszenierten Mikrofonpanne einige Gesten, deren Bedeutung als englische Übersetzung in der Fernsehübertragung eingeblendet wurden. Danach hielt zunächst Giovanni Malagò, der Präsident des Organisationskomitees der Spiele, seine Rede, ehe die der IOC-Präsidentin Kirsty Coventry folgte. Um 22.51 erklärte dann der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella die Spiele für eröffnet.
Nach einem Videoeinspieler zum olympischen Fackellauf brachten die italienischen ehemaligen Fußballspieler Giuseppe Bergomi und Franco Baresi die Fackel mit dem Feuer ins San Siro. Untermalt wurde der Einlauf von Andrea Bocelli, der die berühmte Arie Nessun dorma sang. Sie übergaben die Fackel an Anna Danesi, Kapitänin der Italienischen Volleyballnationalmannschaft der Frauen, die von ihren Mitspielerinnen Paola Egonu and Carlotta Cambi begleitet wurde. Sie reichte die Fackel weiter an den Kapitän der Männer-Nationalmannschaft, Simone Giannelli. Er trug, begleitet von seinen Mannschaftskameraden Simone Anzani und Luca Porro, das Olympische Feuer wieder aus dem Mailänder Stadion.
Nach einem Auftritt des Rappers Ghali, der eine Poesie zum Frieden von Gianni Rodari rezitierte, betrat die Schauspielerin Charlize Theron das San Siro. Die Südafrikanerin zitierte eine Friedensbotschaft ihres Landsmannes Nelson Mandela.
Träger der Olympischen Flaggen In Mailand wurde die Olympische Flagge von acht Friedensbotschaftern ins Stadion getragen, nämlich:
Tadatoshi Akiba, ehemaliger Bürgermeister von Hiroshima (1999–2011) Rebeca Andrade, zweifache Olympiasiegerin im Turnen Maryam Bukar Hassan, Künstlerin und Dichterin Nicolò Govoni, Schriftsteller und Aktivist Filippo Grandi, ehemaliger Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (2016–2025) Eliud Kipchoge, fünffacher Olympiateilnehmer und zweifacher Olympiasieger Cindy Ngamba, erste Gewinnerin einer olympischen Medaille für das Refugee Olympic Team Pita Taufatofua, erster Athlet aus Tonga, der seine Nation sowohl bei den Olympischen Sommer- als auch Winterspielen vertrat
Die Fahnenträger in Cortina d’Ampezzo waren:
Franco Nones, erster italienischer Olympiasieger im Skilanglauf (1968) Martina Valcepina, dreifache Olympiasiegerin im Shorttrack Beim Hissen der Flagge sang Opernsängerin Cecilia Bartoli die Olympische Hymne. Sie wurde dabei am Klavier vom chinesischen Pianisten Lang Lang begleitet.
Olympischer Eid Nach der olympischen Hymne folgte der Olympische Eid, der in Cortina d’Ampezzo gesprochen wurde. Als Athletenvertreter sprachen Curlerin Stefania Constantini und Rennrodler Dominik Fischnaller den Eid. Elisabetta Biavaschi und Maurizio Marchetto verlasen ihn für die Trainer und Raffaella Locatelli und Gabriele Toldo für die Kampfrichter.
Der neue Eid im Wortlaut:
„Im Namen der Athletinnen und Athleten“, „Im Namen aller Kampfrichterinnen und Kampfrichter“ oder „Im Namen aller Trainerinnen und Trainer und Offiziellen“. „Wir geloben, an diesen Olympischen Spielen teilzunehmen und die Regeln zu respektieren und einzuhalten, im Geiste des Fairplay, der Inklusion und der Gleichberechtigung. Gemeinsam stehen wir solidarisch und verpflichten uns zu einem Sport ohne Doping, ohne Betrug, ohne jegliche Form von Diskriminierung. Wir tun dies für die Ehre unserer Teams, in Respekt vor den Grundprinzipien des olympischen Geistes und um die Welt durch Sport zu einem besseren Ort zu machen.“
Entzünden der olympischen Flamme Der letzte Showact der Eröffnungsfeier bildete die italienische Astronautin Samantha Cristoforetti mit einem kleinen Kind, das ein Modell des Sonnensystems erforschte. Eine weitere Choreografie mit Tanzeinlagen vervollständige den Abschnitt.
Zum Ende der Zeremonie kam der Olympische Fackellauf zum Ende. In Mailand übergaben Manuela Di Centa und Gerda Weißensteiner die Fackel an Enrico Fabris, der das Feuer an den Arco della Pace brachte und es an Alberto Tomba und Deborah Compagnoni weiterreichte. In Cortina erhielt Sofia Goggia von Gustav Thöni das Feuer überreicht. Erstmals in der olympischen Geschichte wurden zwei Olympische Feuer entzündet. Je um 23:26 Uhr Ortszeit (MEZ) wurde in Mailand die Entzündung von Tomba und Compagnoni und in Cortina auf der Piazza Dibona von Goggia durchgeführt.
Publikumsreaktionen Sowohl die Delegation Israels als auch der anwesende US-amerikanische Vizepräsident JD Vance wurden hörbar ausgepfiffen. Der US-Sender NBC schnitt die Unmutsäußerungen gegen Vance aus seiner Berichterstattung heraus. Die ukrainische Delegation wurde unter Jubel begrüßt.
Sonstiges Das olympische Curlingturnier startete bereits zwei Tage vor dem offiziellen Beginn der Spiele und somit vor der Eröffnungsfeier. Auch das olympische Eishockeyturnier und Freestyle-Skiing begann bereits am Vortag. Anders wäre es nicht möglich, entsprechende Regenerationsphasen zu ermöglichen.
Fernsehübertragung Deutschland Die Fernsehübertragung übernahm Das Erste von 19:50 bis 23:30 Uhr live. Tom Bartels und Giovanni di Lorenzo kommentierten gemeinsam die Eröffnungsfeier. Auch Eurosport 1 übertrug die Zeremonie. Mit 5,23 Millionen Zuschauern hatte die Übertragung von Das Erste einen Marktanteil von 22,3 Prozent. Laut dem Branchendienst DWDL.de wurde keine Sendung an diesem Tag von mehr Menschen verfolgt.
Österreich Im österreichischen Fernsehen wurde die Eröffnungsfeier von ORF 1 live übertragen. Kommentator war Dietmar Wolff.
Schweiz In der Schweiz war die Eröffnungsfeier auf SRF 1 zu sehen. Reto Müller kommentierte die Zeremonie gemeinsam mit dem Fußballtorhüter Yann Sommer.
Weblinks
Website des IOC
Einzelnachweise
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