David George Ainley (* 1946) ist ein US-amerikanischer Meeresbiologe, Ornithologe und Sachbuchautor. Laut der H. T. Harvey & Associates ist er einer der „weltweit meistpublizierten Meereswissenschaftler“ und hat zahlreiche Auszeichnungen für seine Forschung erhalten.David Ainley auf der Internetseite des H. T. Harvey & Associates, abgerufen am 26. Januar 2026. (englisch)
Leben Ainley erhielt seinen Bachelor of Science in Biologie am Dickinson College und seinen wissenschaftlichen Doktorgrad in Tierverhalten und Ökologie an der Johns Hopkins University.David Ainley: H.T. Harvey & Associates, United States, Kurzbiografie auf der Internetseite des Marine Conservation Institute, abgerufen am 26. Januar 2026. (englisch)
1968 besuchte er zum ersten Mal die Ross-Insel in der Antarktis. Bis einschließlich 2008 folgten 20 weitere wissenschaftliche Besuche. Seit 1971 hat er sich auf Spitzenprädatoren in verschiedenen Bereichen im Pazifik spezialisiert. Ainley konnte im Jahr 1987 sowie 1992 eine Veränderung der Populationen der Adeliepinguine im Rossmeer im Vergleich zu den 1970er Jahren feststellen. „Veränderungen in der Gesamtanzahl der Adeliepinguine in der Antarktis“ konnte er Mitte der 2000er Jahre allerdings nicht feststellen.Climate Witness: David Ainley, Antarctica auf der Internetseite der WWF vom 8. Juli 2008, abgerufen am 26. Januar 2026. (englisch) 2007 war er in der Dokumentation Begegnungen am Ende der Welt von Werner Herzog zu sehen.Filmstarts: Begegnungen am Ende der Welt, abgerufen am 26. Januar 2026. Anfang 2026 ging ein Ausschnitt der Dokumentation im Internet viral, die zeigt, wie ein einzelner Adeliepinguin Richtung Berge geht, was seinen sicheren Tod bedeutet, da er dort keine Nahrung finden wird. Ainley erklärte, dass dieser Pinguin vermutlich an Dyslexie litt und daher orientierungslos sei.Stern.de: Warum einsame Pinguine wirklich ins Landesinnere ziehen von Lars Abromeit vom 2. Februar 2026, abgerufen am 4. Februar 2026. Damit widerspricht er den allgemeinen Meinungen, dass der Pinguin aus emotionalen Gründen, wie Depressionen, Selbstverwirklichung oder dem Loslösen aus Gruppendynamiken sich entferne.
Er hat vier Bücher, 12 Monographien und über 230 wissenschaftliche Artikel über die Ökologie mariner Spitzenprädatoren geschrieben, darunter Seevögel, Säugetiere und Haie. Unter anderem verfasste er für die University of Cambridge ausführliche Forschungsergebnisse über Riesen-Antarktisdorsche.Cambridge University Press: The importance of Antarctic toothfish as prey of Weddell seals in the Ross Sea von David G. Ainley und Donald B. Siniff vom 11. Mai 2009, abgerufen am 26. Januar 2026. (englisch) Außerdem erschienen mehrere Schriften über Adeliepinguine in der englischsprachigen Fachzeitschrift Nature.Nature: The influence of subcolony-scale nesting habitat on the reproductive success of Adélie penguins von Annie E. Schmidt, Grant Ballard, Amélie Lescroël, Katie M. Dugger, Dennis Jongsomjit, Megan L. Elrod und David G. Ainley vom 28. Juli 2021, abgerufen am 26. Januar 2026. (englisch)Nature: Foraging dive frequency predicts body mass gain in the Adélie penguin von Amélie Lescroël, Annie Schmidt, Megan Elrod, David G. Ainley und Grant Ballard vom 24. November 2021, abgerufen am 26. Januar 2026. (englisch)
Ehrung Der Ainley Peak auf der antarktischen Ross-Insel ist nach David Ainley benannt.
Werke (Auswahl) Breeding Biology of the Adelie Penguins, Columbia University Press, New York City 1983, ISBN 978-0520048386 Seabirds of the Farallon Islands: Ecology, Dynamics, and Structure of an Upwelling-System Community, Stanford University Press, Stanford 1990, ISBN 978-0804715300 Great White Sharks: The Biology of Carcharodon carcharias, Academic Press, 1998, ISBN 978-0124150317 The Adélie Penguin: Bellwether of Climate Change, Columbia University Press, New York City 2002, ISBN 978-0231507325 Storm-petrels of the Eastern Pacific Ocean: Species Assembly and Diversity along Marine Habitat Gradients, Columbia University Press, New York City 2011, ISBN 978-0943610719 The Aquatic World of Penguins: Biology of Fish-Birds, Springer, Luxemburg 2023, ISBN 978-3031339899
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