mini|Katholische Kirche St. Josef in Ahaus St. Josef in Ahaus im nordrhein-westfälischen Kreis Borken ist eine römisch-katholische Filialkirche der Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt (Ahaus). Sie steht unter dem Patrozinium des heiligen Josef und gehört zum Kreisdekanat Borken im Bistum Münster. Das Gotteshaus ist eine Saalkirche mit angebautem Turm und hat seit 2021 nach dem Umbau 200 Sitzplätze.
Geschichte Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden zahlreiche Evakuierte, Heimatvertriebene und Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten in Nordrhein-Westfalen eine neue Heimat. Weil auch die katholische Gemeinde in Ahaus stark anwuchs, war die Gründung einer zweiten Ortskirche erforderlich.
Das Gotteshaus in Ahaus entstand 1951/52 nach den Plänen des Architekten H. Schäfer (Coesfeld) und wurde im Juli 1952 von Weihbischof Heinrich Baaken dem heiligen Josef, dem Ehemann der Gottesmutter Maria, geweiht. An das Kirchenschiff ist im Südwesten ein Eckturm angebaut. Beide Gebäude bestehen aus roten Backsteinen und besitzen ein Satteldach.
St. Josef wurde 1954 als selbstständiges Pfarrrektorat von St. Mariä Himmelfahrt (Ahaus) abgetrennt und 1956 zu einer eigenständigen Pfarrei erhoben. Zu den Gebäuden der Gemeinde gehörten das Pfarrhaus von 1954, der Kindergarten von 1959 und das 1964 gebaute Pfarrheim.
Am 30. Juni 2006 fusionierten St. Josef (Ahaus), St. Mariä Himmelfahrt (Ahaus) und St. Josef (Graes) zur neuen Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt in Ahaus, sodass St. Josef (Ahaus) seitdem nur noch eine Filialkirche ist.
Anfang der 2020er Jahre musste sich die Gemeinde St. Josef ein neues Pfarrheim suchen. Außerdem wurde wegen der zurückgehenden Zahl der Gottesdienstteilnehmer die Schließung der St.-Josef-Kirche kontrovers diskutiert. Aber große Umbaumaßnahmen führten zu einer Lösung beider Probleme. Durch den Einbau eines Pfarrheims in das bisherige Kirchengebäude konnte der Erhalt dieses Gotteshauses gesichert werden. Die Zahl der Sitzplätze im Kirchenraum wurde von 350 auf 200 stark verkleinert. Die Nutzfläche des eingebauten Pfarrheims beträgt rund 200 Quadratmeter. Als Treffpunkt für die Gemeinde bietet das Pfarrheim einige Tagungsräume, einen Saal und eine Küche. In der ehemaligen Turmkapelle entstand ein eigener Raum für die Jugendlichen der Gemeinde. Die Wiedereröffnung nach dem Umbau der Kirche wurde am 14. und 15. August 2021 gefeiert.
Am 1. Januar 2024 schlossen sich die Pfarrei St. Mariä Himmelfahrt (Ahaus) und weitere sieben Pfarreien dieser Region zusammen zum Katholischen Kirchenverband „Pastoraler Raum Ahaus-Gronau-Heek-Legden-Schöppingen“.
Glocken Im Turm von St. Josef in Ahaus hängen die folgenden vier Kirchenglocken aus Bronze:
Glocke 1: Schlagton: f1; Ø 118 cm; Gießerei: Feldmann & Marschel (Münster); Gussjahr: 1955 Glocke 2: Schlagton: g1; Ø 103 cm; Gießerei: Feldmann & Marschel (Münster); Gussjahr: 1955 Glocke 3: Schlagton: a1; Ø 92 cm; Gießerei: Feldmann & Marschel (Münster); Gussjahr: 1955 Glocke 4: Schlagton: d2; Ø 67 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1925.
Orgel Für St. Josef in Ahaus erstellte die Firma Orgelbau Kreienbrink (Osnabrück) 1959 eine Pfeifenorgel mit 24 Registern.
Literatur
Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster, Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-0646-8. Hans J. Lechtreck: KirchenSchätze Tour: Ein Reiseführer zu ausgewählten Kirchen im Bistum Münster. Aschendorff, Münster 2006, ISBN 3-402-00413-5. Margarete Luise Goecke-Seischab und Jörg Ohlemacher: Kirchen erkunden, Kirchen erschließen. Ein Handbuch. Anaconda, Köln 2010, ISBN 978-3-86647-457-4.
Weblinks
Webseite von St. Josef (Ahaus) Website vom Kreisdekanat Borken
Einzelnachweise
Kategorie:Erbaut 1952 Ahaus Ahaus Ahaus Ahaus Josef Ahaus