mini|hochkant|John J. Hyland Jr (1967) John Joseph Hyland Jr. (* 1. September 1912 in Philadelphia, Pennsylvania; † 25. Oktober 1998 in Honolulu, Hawaii) war ein Admiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der Siebten Flotte (United States Seventh Fleet) und der Pazifikflotte.

Leben John Hyland war ein Sohn von John Joseph Hyland (1878–1949) und dessen Frau Josephine Magdalen Walker (1879–1965). Auch sein Vater war bereits Offizier (Captain) der US Navy. Im Jahr 1934 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der Kriegsmarine der Vereinigten Staaten durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Admiral.

Im Lauf seiner militärischen Karriere absolvierte er verschiedene Kurse und Schulungen. Dazu gehörte unter anderem eine Ausbildung zum Marineflieger. Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. In den 1930er Jahren war er unter anderem Stabsoffizier beim Chief of Naval Operations (CNO). Nach einer Zeit im Stab des Marinekommandos für den Südpazifik (Naval Base South Pacific) wurde er im Jahr 1939 zum Fleet Readiness Center Western Pacific (FRCWP) versetzt. Diese waren in Pearl Harbor auf Oʻahu ansässig. In der Folge wurde er auf die Philippinen beordert. Dort gehörte er der 102. Überwachungsstaffel (Patrol Squadron 102) an. Zum Zeitpunkt des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor und des damit verbundenen Eintritts der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg am 7. Dezember 1941 war er noch immer in dieser Einheit tätig.

In den folgenden Monaten war Hyland an der erfolglosen Verteidigung der Philippinen und dem amerikanischen Rückzug aus weiten Teilen des östlichen Pazifiks nach Australien beteiligt. In der Folge wurde er erneut zum Stab des CNO versetzt, wo er in den Jahren 1942 und 1943 persönlicher Pilot des amtierenden Chief Of Naval Operations, Admiral Ernest J. King, wurde. Anschließend kehrte er auf den pazifischen Kriegsschauplatz zurück, wo er das Kommando über die 10. Marineluftgruppe (Air Group Ten) erhielt.

Nach dem Krieg wurde Hyland zum Testpiloten ausgebildet. Ende der 1940er und Anfang der 1950er Jahre war er als solcher für die Navy tätig. Dabei kam es im Jahr 1948 zu einem Zusammenstoß mit einem Seeadler, der ihn zum Notabsprung mit einem Fallschirm zwang. Er bekleidete auch Aufgaben als Stabsoffizier im Hauptquartier der Pazifikflotte, wo er der Stabsabteilung für Marinefliegerei angehörte. In den Jahren 1958 und 1959 kommandierte er den Flugzeugträger USS Saratoga (CV-60).

Nach zwischenzeitlich anderen Verwendungen kommandierte Hyland zwischen November 1962 und Oktober 1963 die Vierte Trägerdivision (Carrier Division Four), deren Hauptquartier sich an Bord des Flugzeugträgers USS Forrestal befand. Anschließend wurde er zur Strategic Plans Division beim CNO versetzt. Am 13. Dezember 1965 übernahm er als Nachfolger des kommissarischen Kommandeurs Joseph W. Williams Jr. das Kommando über die im Fernen Osten operierende Siebte amerikanische Flotte. Dieses Amt bekleidete er bis zum 6. November 1967, als er von William F. Bringle abgelöst wurde. Die 7. Flotte war damals die Hauptstreitkraft der amerikanischen Marine im Vietnamkrieg.

Sein letzter militärischer Auftrag führte John Hyland nach Pearl Harbor, wo er am 30. November 1967 als Nachfolger von Roy L. Johnson das Kommando über die amerikanische Pazifikflotte erhielt. Dieses Amt behielt er bis zum 5. Dezember 1970. An diesem Tag übergab er das Kommando an seinen Nachfolger Bernard A. Clarey. Diese Zeit war von den Ereignissen des Vietnamkriegs überschattet. In seine Zeit als Kommandeur der Pazifikflotte fiel im Jahr 1968 das Aufbringen des Aufklärungsschiffes USS Pueblo durch nordkoreanische Truppen und im Januar 1969 ein verheerendes Feuer auf dem Flugzeugträger USS Enterprise. Am 1. Januar 1971 schied John Hyland aus dem aktiven Militärdienst aus.

Er verbrachte seinen Lebensabend in Honolulu, wo er privat-geschäftlich tätig wurde. Er blieb aber weiterhin der Marinefliegerei verbunden. Der seit 1938 mit Florence Day Whiting (1914–1990) verheiratete Offizier starb am 25. Oktober 1998 und wurde auf dem National Memorial Cemetery of the Pacific in Honolulu beigesetzt.

Orden und Auszeichnungen John Hyland erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen:

Navy Distinguished Service Medal Silver Star Distinguished Flying Cross Air Medal Navy Presidential Unit Citation Army Presidential Unit Citation American Defense Service Medal American Campaign Medal Asiatic-Pacific Campaign Medal World War II Victory Medal China Service Medal Navy Occupation Service Medal National Defense Service Medal Vietnam Service Medal National Order of Vietnam (Südvietnam) Gallantry Cross (Südvietnam) Philippine Defense Medal (Philippinen) Vietnam Campaign Medal (Südvietnam)

Weblinks

Hyland in der Hall of Valor (zuletzt abgerufen am 25. Januar 2026) Hyland beim US-Naval Institute (zuletzt abgerufen am 25. Januar 2026) Nachruf in der NY Times (zuletzt abgerufen am 25. Januar 2026) Hyland bei Together we served (allgemein) (zuletzt abgerufen am 25. Januar 2026) Hyland bei Together we served (detail) (abgerufen am 25. Januar 2026)

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