mini|Dorfkirche Packebusch Die evangelische Dorfkirche Packebusch ist eine im Kern spätromanische Saalkirche im Ortsteil Packebusch von Kalbe (Milde) im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt. Sie gehört zum Pfarrbereich Fleetmark-Jeetze im Kirchenkreis Salzwedel der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.
Geschichte und Architektur Die Kirche in Packebusch ist eine stattliche, im Kern spätromanische Saalkirche in Feldstein mit Westquerturm. Das Bauwerk wurde erstmals im Jahr 1464 urkundlich erwähnt. Im Jahr 1863 wurde es nach Plänen von Kirchenbaumeister Pflughaupt umgebaut. Dabei wurden der eingezogene quadratische Chor abgebrochen, das Schiff nach Osten verlängert und eine eingezogene polygonale Apsis angebaut sowie die Traufen erhöht und ein Rundbogenfries angebracht. Weiterhin wurden große Rundbogenfenster eingebaut und der Eingang von der Süd- an die Westseite verlegt. Ältere Öffnungen sind nur am Turm erhalten. Die halbkreisförmige monolithische Stufe vor dem neuen Portal ist möglicherweise das Tympanon des vorherigen Portals. In der Turmvorhalle ist ein Tonnengewölbe in Feldstein fragmentarisch erhalten. Im Jahr 1972 wurde der Kirchenraum renoviert.
Die Kirche steht unter Denkmalschutz und ist als Baudenkmal mit der Erfassungsnummer 094 06536 im Denkmalverzeichnis von Sachsen-Anhalt registriert.
Ausstattung Schiff und Apsis sind mit einer Kassettendecke und einer schlichten hölzernen Ausstattung von 1865 versehen. Aus der gleichen Zeit stammt das ehemalige Altargemälde, welches das Gebet Christi am Ölberg darstellt und sich jetzt in der Turmhalle befindet. Die Taufe ist ein Werk in Zinkguss der Firma Moritz Geiß aus Berlin. Ein hölzerner Taufengel stammt aus der Kirche in Hagenau, vermutlich aus dem Jahr 1718. Von den vasa sacra ist ein Kelch aus dem Jahr 1541 erhalten.
Die Orgel ist ein Werk aus der Zeit der Orgelbewegung und wird gegenwärtig als nicht spielbar bezeichnet.Information zur Kirche Packebusch auf der Website der Gemeinde Fleetmark-Jeetze
Im Jahr 1917 hatte die Kirche noch ein Geläut aus drei Glocken, von denen keine mehr am alten Ort erhalten ist. Drei eiserne Glocken, welche die Kirche als Ersatz erhielt, können wegen Mängeln in der Aufhängung nicht geläutet werden. Daher werden Spenden für ein neues Geläut gesammelt.
Literatur
Weblinks
Website der Kirchengemeinde
Einzelnachweise
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