mini|Martin Gustav Hanson im Jahr 1898 Martin Gustav Hanson (* 11. Juli 1859 in Aspelund, Minnesota; † 14. Oktober 1915 in Faribault, Minnesota) war ein US-amerikanischer lutherischer Geistlicher und Theologe, der von 1899 bis 1905 und später erneut von 1910 bis 1915 Kirchenpräsident der Hauge-Synode war.

Biographie Hansons Vater war Østen Hanson, ein norwegischer Immigrant und Pfarrer, der verschiedene Führungsämter in der Hauge-Synode innehatte. Hanson trat 1880 in das Red Wing Seminary ein, wo er 1884 erfolgreich sein Theologisches Examen ablegte. Im selben Jahr wurde er ordiniert und trat eine Pfarrstelle an der Immanuel Lutheran Church in St. Paul an. Er betreute dort auch ab 1888 die East Immanuel Lutheran Church und zeitweise Gemeinden in Frost, Mankato und Franklin, bevor er 1892 an die Trinity Lutheran Church nach Grand Forks in North Dakota berufen wurde. Dort predigte er auch an einigen Gemeinden im Umland, darunter jenen in Buxton, Grafton, Crookston und Birkholz.

Nachdem er 1886 bereits ein Jahr lang einen Lehrstuhl am Red Wing Seminary innegehabt hatte, wurde er 1898 erneut als Professor für Neutestamentliche Exegese und Praktische Theologie dorthin berufen. In dieser Funktion war er auch Hochschulpräsident des Red Wing Seminary. Weiterhin war er Seminarprediger.

Hanson wirkte in einer Vielzahl von kirchenweiten Gremien der Hauge-Synode, so von 1886 bis 1890 im Ausschuss für Bildungswesen, von 1892 bis 1896 im Komitee für die China-Mission und von 1896 bis 1910 im Ausschuss für Innere Mission. Bereits 1894 war Hanson zum Vizepräsidenten der Synode gewählt worden, 1899 dann als Nachfolger von Anfin Olsen Utheim zum Präsidenten. Gegen Ende seiner ersten Amtszeit 1905 wurde ein Unionskomitee gegründet, das die Vereinigung aller lutherischen Kirchen norwegischer Herkunft anstrebte. Hanson gehörte diesem bis 1911 an. Nach seiner Präsidentschaft ging Hanson wieder in den Gemeindedienst und übernahm eine Pfarrstelle in Faribault, sowie den Predigtdienst in einigen benachbarten Gemeinden, darunter in seinem Heimatdorf Aspelund, in Etter und in Zumbrota. Nachdem Carl Johan Eastvold fünf Jahre lang an der Spitze der Hauge-Synode stand, wurde Hanson 1910 erneut zum Präsidenten gewählt. 1912 wurde er vom norwegischen König Haakon VII. zum Ritter erster Klasse des Sankt-Olav-Ordens ernannt. Er blieb bis zu seinem Tod 1915 im Amt des Präsidenten, sein Nachfolger wurde Jakob Jakobson Ekse.

Hanson heiratete 1886 Caroline Runice, mit der er vier Kinder hatte. Sein Sohn Adolph Hanson war Neurochirurg und entwickelte ein Medikament, aus dessen Patenteinnahmen er zu Ehren seiner Eltern den Martin Gustav and Caroline Runice Hanson Fund zugunsten der Smithsonian Institution gründete. Hanson selbst verstarb nach kurzer Erkrankung im St. Lucas Hospital in Faribault an einer akuten Peritonitis. Er wurde in seinem Heimatort Aspelund unter großer Anteilnahme bestattet. Sein handschriftlicher Nachlass wird von der Norwegian-American Historical Association archiviert.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Präsident der Hauge-Synode Kategorie:Träger des Sankt-Olav-Ordens (Ritter 1. Klasse) Kategorie:Hochschullehrer (Red Wing Seminary) Kategorie:Hochschulpräsident Kategorie:Neutestamentler Kategorie:Praktischer Theologe Kategorie:Lutherischer Theologe (20. Jahrhundert) Kategorie:Lutherischer Theologe (19. Jahrhundert) Kategorie:Lutherischer Geistlicher (19. Jahrhundert) Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1859 Kategorie:Gestorben 1915 Kategorie:Mann