Xanthorhamnin ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Flavonoide und Glycoside. Es setzt sich aus Rhamnetin als Aglycon und Rhamninose zusammen und kommt in vielen Arten der Gattung Kreuzdorn (Rhamnus) vor.

Geschichte links|mini|Zeichnung des Purgier-Kreuzdorns Ein Stoffgemisch, das Xanthorhamnin als Hauptbestandteil enthielt, wurde 1842 Fleury zuerst aus den Beeren von Rhamnus cathartica (Purgier-Kreuzdorn) extrahiert und von diesem als Rhamnin bezeichnet. Auch der Forscher R. Kane isolierte 1843 aus den Beeren von Rhamnus tinctoria unreines Xanthorhamnin. Als Reinstoff wurde die Verbindung dann 1858 von J. Gellatly aus Rhamnus tinctoria hergestellt. Seine exakte Struktur wurde 1972 aufgeklärt. 1982 wurde geklärt, dass einige der Rhamnus-Arten eine Variante der Verbindung enthalten, die als Xanthorhamnin C bezeichnet wird und eine ein anderes Aglycon (Rhamnazin) aufweist, während die vermuteten Varianten Xanthorhamnin A und B identisch sind.

Vorkommen Xanthorhamnin kommt in verschiedenen Arten der Gattung Kreuzdorn (Rhamnus) vor, wie zum Beispiel Rhamnus infectoria und Rhamnus tinctorta, Rhamnus oleoides, Rhamnus amygdalina, Rhamnus saxatilis und in der Rinde von Rhamnus purshiana vor.

Eigenschaften Xanthorhamnin ist ein gelber Feststoff, der leicht löslich in Wasser ist. Die Verbindung zersetzt sich bei Erhitzung in Rhamnetin und Isodulcitan. Das Aglycon der Verbindung ist Rhamnetin, die Zuckerkomponente Rhamninose.

Einzelnachweise

Externe Links zu erwähnten Verbindungen

Kategorie:Flavon Kategorie:Brenzcatechin Kategorie:Methoxyphenol Kategorie:Polyhydroxyoxan Kategorie:Dihydroxyoxan Kategorie:Acetal