mini|María Jesús Wulf (2026) María Jesús Wulf Le May (* 13. Februar 1990 in Valparaíso) ist eine chilenische Soziologin und Politikerin. Sie ist Mitglied der Republikanischen Partei.
Sie war in Organisationen der Zivilgesellschaft sowie in Stiftungen tätig und arbeitete im Bereich der programmatischen Ausarbeitung öffentlicher Sozialpolitik.
Im Januar 2026 wurde sie vom gewählten Präsidenten José Antonio Kast zur Ministerin für soziale Entwicklung und Familie (Ministerio de Desarrollo Social y Familia) ernannt; ihr Amt im Kabinett Kast trat sie am 11. März 2026 an.
Biografie
Ausbildung Sie studierte Soziologie an der Päpstlichen Katholischen Universität von Chile (Pontificia Universidad Católica de Chile, PUC). Während ihrer Studienzeit war sie im Movimiento Gremial aktiv. Im Jahr 2013 kandidierte sie für den Obersten Studierendenrat der Universität, wurde jedoch nicht gewählt. Ihre akademische Ausbildung konzentrierte sich auf Sozialanalyse, Jugendforschung und öffentliche Politik.
Politische Laufbahn Wulf begann ihre berufliche Laufbahn in zivilgesellschaftlichen Organisationen mit Schwerpunkt auf politischer Bildung und öffentlicher Politik. Sie arbeitete in der NGO Influyamos und war Mitbegründerin des gremialistischen Netzwerks Movamos, das sich auf Jugendbeteiligung und Führungskräfteentwicklung konzentrierte.
Später trat sie der Jaime Guzmán Stiftung bei, wo sie als Direktorin des Bereichs Öffentlicher Dienst tätig war. In dieser Funktion war sie Herausgeberin und Mitautorin des Buches La Juventud Extraviada, das sich mit der soziopolitischen Situation der chilenischen Jugend befasst.
Öffentlicher Dienst Während der zweiten Amtszeit von Präsident Sebastián Piñera arbeitete Wulf als regionale Koordinatorin im chilenischen Bildungsministerium. Dort war sie für die territoriale Koordination der regionalen Bildungsbehörden (Seremis) zuständig und sammelte ihre erste Erfahrung in der öffentlichen Verwaltung.
Republikanische Partei Im Jahr 2015 koordinierte sie die Bürgerbefragung Habla Chile, eine Initiative aus dem Umfeld von José Antonio Kast, bei der landesweit Prioritäten der Bevölkerung zu sozialen und sicherheitspolitischen Themen erhoben wurden.
Ab 2017 schloss sie sich dem politischen Projekt von Kast nach dessen Austritt aus der UDI an und trat der Bewegung Acción Republicana bei, dem Vorläufer der Republikanische Partei. Dort war sie als stellvertretende Direktorin tätig und leitete Prozesse des territorialen Aufbaus sowie der Nachwuchsförderung.
Nach der Gründung der Partido Republicano im Jahr 2019 übernahm sie strategische Aufgaben im Bereich der sozialen Programmentwicklung, insbesondere in den Themenfeldern Familie, Jugend und Geburtenrate.
Im Jahr 2025 koordinierte sie das Sozialprogramm der Präsidentschaftskampagne von José Antonio Kast, das unter anderem Wohnungsbau, Gesundheit, Bildung und Kinderschutz umfasste.
Ministeramt Am 20. Januar 2026 gab der gewählte Präsident José Antonio Kast ihre Ernennung zur Ministerin für soziale Entwicklung und Familie bekannt. Ihre Berufung wurde als Ausdruck programmatischer Kontinuität mit dem ideologischen Kern der Partido Republicano interpretiert.
Veröffentlichungen La Juventud Extraviada (2017). Herausgegeben und vorgestellt von María Jesús Wulf. Das Buch analysiert die Situation der Generation Z in Chile und enthält Beiträge von unter anderem Alfredo Jocelyn-Holt, Alejandro Navas und Ana Luisa Jouanne.
Einzelnachweise
Kategorie:Soziologe (21. Jahrhundert) Kategorie:UDI-Mitglied (Chile) Kategorie:Mitglied der Republikanischen Partei (Chile) Kategorie:Absolvent der Päpstlichen Katholischen Universität von Chile Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:Chilene Kategorie:Geboren 1990 Kategorie:Frau