Die Löwenbrauerei-Böhmisches Brauhaus AG war ein deutsches Brauerei-Unternehmen mit Sitz in Berlin. Es bestand von 1922 bis 1980.

Geschichte, Beschreibung mini|Aktie über 100 RM der Löwenbrauerei-Böhmisches Brauhaus AG vom Januar 1929 Das Unternehmen entstand 1922 durch Fusion der Aktiengesellschaften Böhmisches Brauhaus und Löwenbrauerei. Ende der 1930er Jahre hatte das Unternehmen einen jährlichen Ausstoß von 388.000 Hektolitern. Es waren 900 Mitarbeiter tätig. Die fünf Großaktionäre waren in dieser Zeit die Dresdner Bank, die Reichs-Kredit-Gesellschaft, das Bankhaus Johann Wehrli & Co., der Bankier Bernard Randebrock und der Unternehmer Wilhelm Werhahn. (nach Die Brauereien und Mälzereien im Deutschen Reich 1939-1940)

In den ersten beiden Jahrzehnten war die Brauerei an folgenden Standorten tätig:

Berlin-Friedrichshain, Abt. I(Der Standort des früheren Böhmischen Brauhauses wurde nach dem Zweiten Weltkrieg unter Treuhandverwaltung gestellt. Die Produktion endete 1952.) Berlin-Alt-Hohenschönhausen, Abt. II(Die Löwenbrauerei wurde 1894 als Aktienbrauerei Hohenschönhausen gegründet. Nach der Fusion 1922 wurde die Bierproduktion gedrosselt und der Standort diente hauptsächlich als Mälzerei. Wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Standort geschlossen.) Berlin-Neukölln, Abt. Bergschloss(Die 1867 als Bergbrauerei Hasenhaide C.E. Kelch gegründete Bergschlossbrauerei wurde 1926 übernommen. Bis zur Schließung des Standortes 1975 wurde hier Bier gebraut.)

Im Herbst 1954 übernahm die Schultheiss-Brauerei die Aktienmehrheit. Im Geschäftsjahr 1962/63 hatte die Löwenbrauerei-Böhmisches Brauhaus einen Ausstoß von 66.000 Hektolitern.

Die Existenz des Unternehmens endete 1980 durch Verschmelzung auf die Dortmunder Union-Schultheiss Brauerei AG, die spätere Brau und Brunnen.Handelsregistereintrag HRB 1446 am Amtsgericht Berlin-Charlottenburg

Einzelnachweise

Kategorie:Ehemalige Brauerei (Berlin) Kategorie:Ehemalige Aktiengesellschaft in Deutschland Kategorie:Unternehmensgründung 1922 Kategorie:Aufgelöst 1980