mini|Paul P. Blackburn (1944) Paul Prichard Blackburn Jr. (* 13. Januar 1909 in Seattle, King County, Washington; † 22. Juli 1992 in Hilton Head Island, Beaufort County, South Carolina) war ein Vizeadmiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der Siebten Flotte (United States Seventh Fleet).
Leben Er war ein Sohn von Paul Prichard Blackburn Sr. (1883–1970) und dessen Frau Nellie Gertrude Carey (1883–1959). Der Vater war Captain der US-Navy. Im Jahr 1930 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der amerikanischen Kriegsmarine durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Vizeadmiral.
Im Lauf seiner militärischen Karriere absolvierte er verschiedene Kurse und Schulungen. Dazu gehörten unter anderem Ausbildungen zum Marineflieger (1932) und in den Jahren 1948 und 1949 am Air War College der im Jahr zuvor neugegründeten United States Air Force. Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. Er gehörte verschiedenen Flugeinheiten an.
Während des Zweiten Weltkriegs war er sowohl auf dem Atlantik als auch auf dem Pazifik eingesetzt. Er war unter anderem in Großbritannien als Teil der Task Force 99 auf der Flottenbasis in Scapa Flow stationiert. Diese leitete Luftunterstützung für Konvois ins sowjetische Murmansk. Im Jahr 1944 wurde er auf den damals neuen Flugzeugträger USS Randolph versetzt, der im Pazifik operierte. Blackburn war dort zunächst Navigator, dann Flugoffizier und schließlich Erster Offizier dieses Trägers.
Nach dem Krieg setzte er seine Laufbahn in unterschiedlichen Funktionen fort. In den Jahren 1948 und 1949 studierte er am Air War College. Später war er Stabsoffizier beim Kommandeur der Luftstreitkräfte der Atlantikflotte (Assistant Chief of Staff for Operations, Plans, and Training on Staff of Commander Air Force, U. S. Atlantic Fleet). In den Jahren 1955 und 1956 kommandierte er den Flugzeugträger USS Intrepid, der damals im Mittelmeer operierte.
Am 1. März 1965 übernahm Paul Blackburn als Nachfolger von Roy L. Johnson das Kommando über die im Fernen Osten operierende Siebte amerikanische Flotte. Dieses Amt bekleidete er bis zum 9. Oktober 1965, als er es aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. Sein kommissarischer Nachfolger wurde Konteradmiral Joseph W. Williams, Jr., der das Kommando seinerseits am 13. Dezember 1965 an den neuen Kommandeur John Hyland übergab. Blackburns Amtszeit als Kommandeur der 7. Flotte war von den Ereignissen des Vietnamkriegs überschattet. Im September 1965 flogen Einheiten der 7. Flotte einen massiven Luftangriff gegen Nordvietnam. Dieser diente zur Unterstützung einer Landungsoperation des United States Marine Corps bei Đà Nẵng.
Von 1966 bis 1968 war Paul Blackburn Stabschef des United States Strike Command (STRICOM). Dessen Hauptquartier befand sich auf der MacDill Air Force Base in Florida. Anfang 1969 schied er aus dem aktiven Militärdienst aus. Der seit 1931 mit Marian Alice Moulden (1910–2003) verheiratete Offizier starb am 22. Juli 1992 und erhielt eine Feuerbestattung.
Orden und Auszeichnungen Paul Blackburn erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem die Navy Distinguished Service Medal und den Orden Legion of Merit verliehen.
Weblinks
Blackburn bei Find a Grave (zuletzt abgerufen am 24. Januar 2026) Blackburn in der Hall of Valor (zuletzt abgerufen am 24. Januar 2026) Blackburn beim US Naval Institute (zuletzt abgerufen am 24. Januar 2026) Nachruf in der LA Times (zuletzt abgerufen am 24. Januar 2026) Nachruf in der NY Times (zuletzt abgerufen am 24. Januar 2026)
Kategorie:Vizeadmiral (United States Navy) Kategorie:Absolvent der United States Naval Academy Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Vereinigte Staaten) Kategorie:Person im Vietnamkrieg (Vereinigte Staaten) Kategorie:Träger der Navy Distinguished Service Medal Kategorie:Träger des Ordens Legion of Merit Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1909 Kategorie:Gestorben 1992 Kategorie:Mann