Adela Zaharia (* 1987 in Arad) ist eine rumänische Opernsängerin in der Stimmlage Sopran.

Biografie

Jugend und Ausbildung Zaharia wurde in Arad geboren und studierte ab dem sechsten Lebensjahr Klavier und später Musiktheorie. Ihre ersten Gesangserfahrungen sammelte sie im Kirchen- und Schulchor. Ihren Bachelor- und Masterabschluss erwarb sie an der Musikakademie Gheorghe Dima in Cluj-Napoca, wo sie Gesang und Klavier bei Marius Budoiu studierte. Sie belegte Meisterkurse bei Mariana Nicolesco, John Norris, Gregory Lamar sowie Patricia McCaffrey und war nach ihrem Studium Mitglied des Opernstudios der Komischen Oper Berlin.

Karriere Ihr Operndebüt gab Adela Zaharia 2010 an der Rumänischen Nationaloper in Cluj-Napoca als Gilda in Rigoletto von Giuseppe Verdi, gefolgt von Norina in Don Pasquale von Gaetano Donizetti, Musetta in La bohème von Giacomo Puccini und Micaëla in Carmen von Georges Bizet.

Im Jahr 2012 nahm sie am internationalen Gesangswettbewerb des Hariclea Darclée Festivals teil und gewann den Wettbewerb.

Von 2012 bis 2014 war Zaharia festes Ensemblemitglied der Komischen Oper Berlin, wo sie unter anderem als Musetta (La Bohème), Pamina (Die Zauberflöte), Donna Anna (Don Giovanni), Helena (Ein Sommernachtstraum) und Micaëla (Carmen) sang. Zu ihrem Repertoire gehörte außerdem die Norina (Don Pasquale) und die Gilda (Rigoletto).

Seit der Spielzeit 2015/16 ist die Sängerin Ensemblemitglied der Deutsche Oper am Rhein, wo sie unter anderem die Schneekönigin in The Snow Queen von Hans Abrahamsen, die Najade in Ariadne auf Naxos von Richard Strauss, die Lucia in Lucia di Lammermoor von Gaetano Donizetti, die Konstanze in Wolfgang Amadeus Mozarts Die Entführung aus dem Serail und die Donna Anna in Don Giovanni gab.

Im Jahr 2017 nahm die Sopranistin am internationalen Gesangswettbewerb Operalia in Astana teil und gewann den ersten Preis und den Zarzuela-Preis. Euronews bezeichnete die Sängerin in einem Artikel über Placido Domingos Operalia als „die wahre Entdeckung des Wettbewerbs“.

In der Saison 2017/18 trat sie als Le Feu in L’enfant et les sortilèges von Maurice Ravel, als Gilda (Rigoletto), Lucia (Lucia di Lammermoor) und Konstanze (Die Entführung aus dem Serail) auf. Gastengagements führten sie als Pamina (Die Zauberflöte) an die Komische Oper Berlin sowie als Gilda (Rigoletto) und Violetta (La traviata) an die Los Angeles Opera, wo sie ihr Nordamerika-Debüt hatte. Im Dezember 2017 gab sie ihr Debüt als Lucia (Lucia di Lammermoor) an der Bayerischen Staatsoper in München, wo sie für Diana Damrau einsprang, die krankheitsbedingt absagen musste. Danach wurde sie eingeladen, die Angelica in Joseph Haydns „Orlando Palladino in einer Neuproduktion für die Münchner Opernfestspiele zu singen.“ Weitere Debüts hatte sie am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, am Bolschoi-Theater in Moskau, beim Edinburgh International Festival und am Shanghai Grand Theatre. Weitere Engagements umfassten ihr Debüt als Elisabetta in Roberto Devereux von Gaetano Donizetti an den Städtischen Bühnen Frankfurt, ihr Debüt beim George Enescu Festival mit der Wahnsinnsszene aus Iain Bells Oper A Harlot’s Progress sowie eine dreiwöchige Tournee durch Japan, wo sie die Pamina (Die Zauberflöte) gab. Zaharia trat außerdem gemeinsam mit Plácido Domingo bei einem Konzert mit dem Philharmonischen Orchester von Jalisco in Guadalajara auf.

Höhepunkte der Opernspielzeit 2018/19 waren ihre Violetta (La traviata) unter James Conlon an der Los Angeles Opera, ihr „Debüt bei den BBC Proms mit der Weltpremiere von Iain Bells Aurora mit dem Liverpool Philharmonic Orchestra und ein Mozart-Galakonzert mit Placido Domingo in Prag.“ An der Deutschen Oper am Rhein war sie in dieser Saison mit der Titelrolle von Donizettis Maria Stuarda, der Konstanze (Die Entführung aus dem Serail), der Gilda (Rigoletto), der Violetta (La traviata) und der Titelrolle in der Oper Die Schneekönigin von Marius Felix Lange zu hören.

In der Spielzeit 2019/20 gab Adela Zaharia an der Deutsche Oper am Rhein erstmals die Elvira in I puritani von Vincenzo Bellini in einer von Rolando Villazón geleiteten Neuinszenierung und war erneut als Violetta in Verdis La traviata zu erleben. „Auf der Konzertbühne gab sie ihr Debüt in der Moskauer Zaryadye-Halle mit der Camerata Salzburg sowie ihr Debüt beim Philadelphia Orchestra unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin.“

In der Saison 2020/21 gastierte sie an der Bayerischen Staatsoper in der Rolle der Lucia Ashton in der Welturaufführung des Opernprojekts 7 deaths of Maria Callas von Marina Abramovic, hatte ihr Debüt als Donna Anna (Don Giovanni) am Royal Opera House in London, war als Adina in L’elisir d’amore von Gaetano Donizetti an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin zu hören sowie als Angelica in Orlando Paladino von Joseph Haydn bei den Münchner Opernfestspielen.

Trotz zahlreicher Absagen aufgrund der COVID-19-Pandemie war Adela Zaharia in der Spielzeit 2021/22 an der Opéra Bastille in Paris, der San Francisco Opera, im Wiener Musikverein, im Concertgebouw Amsterdam, im Teatro Romano de Mérida und beim Hannover Klassic Open Air zu erleben.

Die Spielzeit 2022/23 führte sie als Konstanze (Die Entführung aus dem Serail) an der Hamburgische Staatsoper und als Lucia (Lucia di Lammermoor) an die Deutsche Oper Berlin. Außerdem war sie bei der Jubiläumsgala der San Francisco Opera unter der Leitung von Eun Sun Kim und in Kroatien beim Dubrovniker Festival zu hören.

In der Saison 2023/24 gab sie die Gilda (Rigoletto) am Teatro Real Madrid mit Ludovic Tézier in der Titelrolle, die Konstanze (Die Entführung aus dem Serail) an der Oper Frankfurt, die Donna Anna (Don Giovanni) an der Pariser Oper, die Violetta (La traviata) an die Niederländischen Nationaloper und debütierte als Giulietta in Vincenzo Bellinis I Capuleti ed i Montecchi an der Deutschen Oper am Rhein.

In der Spielzeit 2024/25 trat sie erstmals als Musetta (La Bohème) an der Metropolitan Opera in New York City auf, kehrte als Violetta (La traviata) ans Teatro Real Madrid zurück, als Donna Anna (Don Giovanni) an die Komische Oper Berlin und präsentierte „ihre Paraderolle der Lucia di Lammermoor an der Bayerischen Staatsoper und der Deutschen Oper Berlin sowie die Violetta Valéry an der Deutschen Oper Berlin und der Deutschen Oper am Rhein.“

Auszeichnungen

2012: Siegerin im Gesangswettbewerb beim Hariclea Darclée Festival and International Voice Competition 2017: Erster Preis und den Zarzuela-Preis beim Gesangswettbewerb Operalia in Astana

Weblinks

Offizielle Website von Adela Zaharia Adela Zaharia bei operabase.com Adela Zaharia in der Liste der Operalia-Gewinner Adela Zaharia bei musicbrainz.org

Einzelnachweise

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