mini|Blick auf den Bahnsteig des U-Bahnhof Vergueiro Vergueiro-Sebrae – bis 2025 nur Vergueiro – ist ein U-Bahnhof der Linha 1-Azul der Metrô São Paulo, des U-Bahn-Netzes der brasilianischen Metropole São Paulo. Der unterirdische Bahnhof befindet sich unterhalb der Rua Vergueiro im Stadtteil und Distrikt Liberdade. Er wurde am 17. Februar 1975 als Teil der Verlängerung Vila Mariana–Liberdade eröffnet. Die Nachbarbahnhöfe sind São Joaquim (in Richtung Norden) und Paraíso (in Richtung Süden).

Geschichte mini|Auf dem im Zuge des U-Bahnbaus enteigneten Grundstücks südlich des U-Bahnhofes Vergueiro (links im Bild) entstand ab 1980 das neue Kulturzentrum Centro Cultural São Paulo. Im Foto befindet sich links die Schnellstraße Avenida 23 de Maio, rechts die Rua Vergueiro. Der U-Bahnhof Vergueiro wurde gemeinsam mit den vier anderen Bahnhöfen der damaligen Linha Norte-Sul zwischen Vila Mariana und Liberdade am 17. Februar 1975 eröffnet. Ursprünglich sollte der Bahnhof nach dem benachbarten Stadtteil Aclimação heißen; stattdessen trägt der Bahnhof dem Namen Vergueiro nach der gleichnamigen Rua Vergueiro. Diese wiederum ist benannt nach José Pereira de Campos Vergueiro, einem brasilianischen Ingenieur, der für den Bau der Schnellstraße Rodovia Caminho do Mar (SP-148) zwischen São Paulo und Santos verantwortlich war.

Die Architekten Marcelo Accioly Fragelli und Luís Gonzaga Oliveira Camargo waren für die Planung des U-Bahnhofes verantwortlich, architektonisch dominiert der für die Zeit übliche Sichtbeton den Bahnhof. Der U-Bahnhof erhielt zwei Seitenbahnsteige, darüberliegend ein Zwischengeschoss, wo sich die Zugangssperren und Fahrkartenschalter befinden. Von diesem Zwischengeschoss aus führen zwei Zugänge zur Oberfläche, zur östliche Seite wie zur westlichen Seite der Rua Vergueiro. Insgesamt beträgt die Gesamtfläche des U-Bahnhofes 8.980 Quadratmeter.

Im Zuge des U-Bahnbaus ließ die Stadt zahlreiche Grundstücke zwischen der Schnellstraße Avenida 23 de Maio und der Rua Vergueiro enteignen, um anschließend dort den Tunnel zwischen den Bahnhöfen Paraíso und Liberdade, einschließlich des U-Bahnhofes Vergueiro zu errichten. Weiter südlich des U-Bahnhofes Vergueiro ließ die Betreibergesellschaft der Metrô von São Paulo ihre Betriebsleitzentrale (Centro de Controle Operacional) errichten. Auf dem Grundstück zwischen Betriebsleitzentrale und Zugang zum U-Bahnhof entstand bis 1982 das erste städtische Kulturzentrum São Paulos, das Centro Cultural São Paulo. Das Kulturzentrum ist bis heute ein stadtweit bekannter Veranstaltungsort. mini|Seit Dezember 2025 trägt der Bahnhof zusätzlich den Namen der privaten Sebrae, die das Recht hierfür für fünf Jahre erwarb 2012 initiierte das Centro Cultural São Paulo eine letztlich erfolglose Petition den Namen des U-Bahnhofes ändern zu lassen, um das Kulturzentrum zu würdigen. Um die Einnahmen der staatlichen Betreibergesellschaft der Metrô von São Paulo zu steigern, begann diese ab 2021 die Namensrechte für U-Bahnhöfe über das Werbungsunternehmen DSM – Digital Sports Multimedia zu vermarkten. 2025 wurde bekannt, dass die Sebrae die Namensrechte des U-Bahnhofes für fünf Jahre erworben hatte. Die Sebrae ist eine ehemals staatliche, inzwischen privat organisierte Fördereinrichtung für kleine und mittelständische Unternehmen, deren Sitz sich in der Nähe des U-Bahnhofes befindet. Seit Dezember 2025 trägt der U-Bahnhof offiziell den Namen „Vergueiro-Sebrae“ und wird dementsprechend in allen Veröffentlichungsformen der Metrô (Liniennetz, Ansagen etc.) ausgewiesen.

Bis 2026 soll der Bahnhof, wie alle U-Bahnhöfe in São Paulo, Bahnsteigtüren erhalten.

Im Jahr 2023 nutzten durchschnittlich 25.000 Fahrgäste pro Werktag den Bahnhof, womit der Bahnhof zu den weniger genutzten der Linie gehört.

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Weblinks

Einzelnachweise

Vergueiro Kategorie:Bahnhof in Südamerika Kategorie:Erbaut 1975 Kategorie:Unterirdisches Bauwerk