Die Mesitiinae sind eine Unterfamilie der Plattwespen (Bethylidae). Typusgattung ist Mesitius , 1851.
Taxonomie Kieffer (1914) führte die Tribus Mesitiini innerhalb der Unterfamilie Bethylinae ein. 1928 wurde diese von Berland in den Rang einer Unterfamilie erhoben. Phylogenetische Studien stützen die Annahme, dass die Mesitiinae eine monophyletische Gruppe darstellen.
Merkmale Das zweite metasomale Segment ist deutlich länger als die folgenden. Der metapectal-propodeale Komplex ist medial eingesenkt, meist mit posterolateralen Fortsätzen. Der Körper weist in der Regel eine starke Punktierung auf. Das Metanotum ist medial nicht vorspringend und hinten das Mesoscutellum nicht überlappend. Die Flügel weisen eine stark reduzierte Aderung auf. In den Vorderflügeln fehlt die Ader Rs-M.
Verbreitung Die Arten der Unterfamilie Mesitiinae kommen in den Tropen der Afrotropis, Australis, Orientalis und Paläarktis vor. In der Neuen Welt sind die Mesitiinae offenbar nicht vertreten. 2022 gab es noch keine fossilen Funde der Mesitiinae.
Lebensweise Die Plattwespen der Unterfamilie Mesitiinae sind als Parasitoide von Käferlarven der Unterfamilie Cryptocephalinae bekannt. Die Wirtslarven leben geschützt in Larvensäcken. Zur Eiablage wird die zuvor gelähmte Wirtslarve vom Plattwespen-Weibchen mit Hilfe seiner Mandibeln in ein Erdloch getragen.
Systematik Der Unterfamilie Mesitiinae werden etwa 24 Gattungen mit etwa 200 Arten zugeordnet. Anaylax , 1970 Astromesitius , 2019 Australomesitius , 2016 Botoryan , 2003 Brachymesitius , 2022 Bradepyris , 1905 Clytrovorus , 1972 Codorcas , 1972 Domonkos , 2003 Gerbekas , 2003 Hadesmesitius , 2022 Hamusmus , 2003 Heterocoelia , 1854 Incertosulcus , 1970 Itapayos , 2003 Mesitius , 1851 Metrionotus , 1970 Moczariella , 2014 Parvoculus , 1970 Pilomesitius , 1970 Pycnomesitius , 1970 Sulcomesitius , 1971 Ukayakos , 2003 Zimankos , 2003
Einzelnachweise
Weblinks
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