mini|Ostrauer Mühle (2025) Die Ostrauer Mühle ist eine Wassermühle in Ostrau, einem Ortsteil der Stadt Bad Schandau im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Sie wurde 1661 als Brett- und Schneidmühle errichtet. Damit ist sie die jüngste Mühle im unteren Kirnitzschtal im Elbsandsteingebirge.
Lage Die Ostrauer Mühle liegt in einem Bereich, wo sich die Kirnitzsch durch den Lausitzer Granit gearbeitet hat, wodurch das Tal breiter ist als im Bereich des Sandsteins und mehr Platz für Wiesen und Fischzucht bietet.
Geschichte Die Mühle wurde 1661 auf einem von der Gemeinde Ostrau erworbenen Grundstück errichtet. 1667 erhielt sie die Konzession als Schneidemühle. Im Jahr 1794 wurde ein Mahlgang ergänzt. Seit 1909 wurde in der Ostrauer Mühle auch Holzmehl für Linoleum und Steinholzfußböden produziert. Das Gebäude brannte 1950 bis auf die Grundmauern nieder.
Nach ihrem Wiederaufbau bis 1952 produzierte die Mühle nur noch Holzmehl. Ab 1969 wurde Plastespritzguss hergestellt. Seit 1985 diente die Mühle nur noch als Lager. Seit 1994 wird mittels einer 30-kW-Durchströmturbine Strom erzeugt. Die Sägemühle ist noch funktionsfähig.
Seit 1952 wurde bei der Mühle ein Zeltplatz und Wanderquartier als Nebenerwerb betrieben. Daraus entstand 1979 der einzige private Campingplatz der DDR. Stand 2026 bietet die Ostrauer Mühle einen Campingplatz, eine Gaststätte „Flößerstube“ mit Gästeterrasse, eine Lebensmittelverkaufsstelle, Pensionszimmer und Ferienwohnungen.
Literatur Werte der deutschen Heimat, Band 2, Zwischen Sebnitz, Hinterhermsdorf und den Zschirnsteinen, Akademie Verlag Berlin, 2. Auflage 1965, S. 88/89
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Einzelnachweise
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