Walter Otto Düsedau (* 2. Oktober 1891 in Magdeburg; † 6. April 1946 in Ketschendorf) war ein deutscher Bobsportler und Deutscher Meister.
Leben Düsedau startete im Viererbob und war Mitglied des Berliner Sport-Club. Erfolgreich war er vor allem auf nationaler Ebene. Trotz Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 1928 in St. Moritz wurde er nicht als Teilnehmer nominiert, nachdem er offiziell durch den Obmann des deutschen Verbandes Rudolf Reinecke gesperrt worden war. Grund soll ein disziplinarisches Fehlverhalten bei den Bob-Weltmeisterschaften 1927 in St. Moritz gewesen sein, zu dessen Details nichts weiter bekannt ist.
1932 wurde er in dieser Disziplin Deutscher Meister im Viererbob. Mit ihm im Bobschlitten saßen Carl Heimann, Otto-Heinrich Oster und Fritz Pelchen. Im selben Jahr gewann er den Cup der Niederlande. 1932 war er auch als Pilot bei den Weltmeisterschaften im Viererbob vorgesehen. Zu den Olympischen Winterspielen 1932 in Lake Placid reiste er gemeinsam mit der deutschen Delegation und war im Viererbob als Ersatzmann vorgesehen. Er wurde schlussendlich aber nicht eingesetzt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem Düsedau als Angehöriger der Wehrmacht kämpfte, kam er in sowjetische Kriegsgefangenschaft und war im Speziallager Ketschendorf inhaftiert. Dort starb er im April 1946. Seine sterblichen Überreste wurden 1952 nach Halbe in ein Massengrab des dortigen Waldfriedhofes umgebettet.
Literatur Bodo Harenberg (Red.): Die Stars des Sports von A–Z. Darmstadt 1970
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