Anton Skrbensky-Hrzystie, auch Anton Skrbenski-Hrzystie oder Anton Freiherr von Skrbensky-Hrzystie (* 21. August 1860 in Puklitz, Bezirk Iglau, Mähren; † (gefallen) 23. August 1914 bei Kraśnik, Russisch-Polen (heute Woiwodschaft Lublin)) war Großgrundbesitzer und Abgeordneter zum Österreichischen Abgeordnetenhaus.Skrbensky, Anton Freiherr von Hrzistie, Kurzbiographie auf den Webseiten des österreichischen Parlaments, abgerufen am 20. Januar 2026.
Leben Anton Skrbensky-Hrzystie war Sohn des Gutsbesitzers Otto Skrbensky Freiherr von Hrzystie (1822–1888), der auch Mitglied des mährischen Landtags war. Nach sechs Jahren Gymnasium in Iglau (Mähren) ging er von 1875 bis 1879 auf die Theresianische Militärakademie in Wiener Neustadt. Er wurde Offizier, 1879 Leutnant, 1884 Oberleutnant, wurde im Juli 1889 beurlaubt und war ab Oktober 1889 in Reserve. Im Jahr 1890 kaufte er die Herrschaft Felsőelefánt (jetzt Horné Lefantovce, Komitat Neutra, damals Ungarn, heute Slowakei), verkaufte sie 1893 und wurde ab 1894 Besitzer des Guts Paasdorf (heute Gemeinde Mistelbach). Im Ersten Weltkrieg meldete er sich freiwillig zum Kriegsdienst und wurde schon 1914 zum Rittmeister der Reserve befördert. Er fiel am 23. August 1914 an der Spitze einer Eskadron der Schwarzenberg-Ulanen im Alter von 54 Jahren bei Kraśnik in Russisch-Polen.
Er war römisch-katholisch und ab 1882 verheiratet mit Desirée Gräfin Kuenburg († 1889), mit der er eine Tochter und einen Sohn hatte. Nach ihrem Tod heiratete er im Jahr 1905 Margarete Fürst, mit der er einen Sohn hatte.
Skrbensky-Hrzystie war von 1896 bis 1908 Mitglied im Niederösterreichischen Landtag (VII. und VIII. Wahlperiode), als Abgeordneter des verfassungstreuen Großgrundbesitzes.
Politische Funktionen Anton Freiherr von Skrbensky-Hrzystie war vom 27. März 1897 bis zum 30. Januar 1907 Abgeordneter des Abgeordnetenhauses im Reichsrat (IX. und X. Legislaturperiode) und war dort für die Kurie Niederösterreich, Großgrundbesitz zuständig.
Klubmitgliedschaften Anton Freiherr von Skrbensky-Hrzystie war ab 1897 Mitglied bei der Vereinigung von Großgrundbesitzern, ab 1898 bei der Vereinigung von verfassungstreuen Großgrundbesitzern und ab 1901 bei der Vereinigung der verfassungstreuen Großgrundbesitzer.
Literatur Biographisches Handbuch Des NÖ Landtages 1861–1921, S. 190 (als Skrbenski-Hrzystie Anton, Frh. v.)
Skrbensky-Hrzystie Anton, Freiherr v. In: Stenographische Protokolle des Abgeordnetenhauses des Reichsrates 1861–1918, Jahrgang 0012, XII. Session, S. 253 (online bei ANNO). Skrbensky-Hrzystie Anton, Freiherr v. In: Stenographische Protokolle des Abgeordnetenhauses des Reichsrates 1861–1918, Jahrgang 0013, XIII. Session, S. 173 (online bei ANNO). Skrbensky-Hrzystie Anton, Freiherr v. In: Stenographische Protokolle des Abgeordnetenhauses des Reichsrates 1861–1918, Jahrgang 0014, XIV. Session, S. 178 (online bei ANNO). Skrbensky-Hrzystie Anton, Freiherr v. In: Stenographische Protokolle des Abgeordnetenhauses des Reichsrates 1861–1918, Jahrgang 0015, XV. Session, S. 293–294 (online bei ANNO). Skrbensky-Hrzystie Anton, Freiherr v. In: Stenographische Protokolle des Abgeordnetenhauses des Reichsrates 1861–1918, Jahrgang 0016, XVI. Session, S. 398–399 (online bei ANNO). Skrbensky-Hrzystie Anton, Freiherr v. In: Stenographische Protokolle des Abgeordnetenhauses des Reichsrates 1861–1918, Jahrgang 0017, XVII. Session, S. 2677 (online bei ANNO).
Weblinks Skrbensky, Anton Freiherr von Hrzistie, Kurzbiographie auf den Webseiten des österreichischen Parlaments
Einzelnachweise
Kategorie:Befehlshaber im Ersten Weltkrieg (Österreich-Ungarn) Kategorie:Rittmeister (Österreich-Ungarn) Kategorie:Abgeordneter zum Abgeordnetenhaus (Österreich) Kategorie:Politiker (19. Jahrhundert) Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Landtagsabgeordneter (Niederösterreich, Kaisertum Österreich) Kategorie:Person (Cisleithanien) Kategorie:Person (Österreich-Ungarn) Kategorie:Freiherr Kategorie:Geboren 1860 Kategorie:Gestorben 1914 Kategorie:Mann