Chile: Hasta Cuando? ist ein 1986 veröffentlichter australischer Dokumentarfilm von David Bradbury.

Handlung Der Film porträtiert das Leben in Chile unter der Diktatur von Augusto Pinochet. Für drei Monate beobachtete Bradbury die Lage des Landes unter dem Regime; die Armut, die Arbeitslosigkeit, die Unzufriedenheit und die Proteste der Bevölkerung. Es werden Demonstrationen und chilenische Protestgesänge gezeigt, zudem interviewte Bradbury sowohl Dissidenten als auch Regierungstreue.

Hintergrund Anfang 1985 reiste Regisseur David Bradbury unter dem Vorwand in Chile ein, eine Dokumentation über das Internationale Songfestival von Viña del Mar und das spirituelle Leben im Land zu drehen. Dies war notwendig, um keinen Verdacht bei der Militärführung zu erwecken, die keine ausländischen Journalisten ins Land ließ.

Kritik und Auszeichnungen Der Sydney Morning Herald verglich Chile: Hasta Cuando? mit Bradburys zuvor erschienenen Film Nicaragua: No pasaran, der sich ebenfalls mit Sozialismus in einem lateinamerikanischen Land befasste und resümierte, dass Chile: Hasta Cuando? ein „weniger ambivalenter, noch wütenderer Film“ sei. Es wurde hervorgehoben, dass es Bradbury gelingt, eine tiefe Verbindung zwischen dem Publikum und dem Filmgeschehen zu schaffen. Der von Bradbury eingesprochene Kommentar wurde hingegen als unzureichend bewertet, da seine Stimme nicht geschult sei und der Inhalt manchmal belehrend wirkte.

Beim Sundance Film Festival 1987 wurde Chile: Hasta Cuando? mit dem Special Jury Prize sowie für die beste Kamera bei einem Dokumentarfilm ausgezeichnet. Bei der Oscarverleihung 1987 war der Film zudem in der Kategorie Bester Dokumentarfilm nominiert.

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Einzelnachweise

Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Australischer Film Kategorie:Filmtitel 1986 Kategorie:Pinochet-Diktatur